Autorisierungsentgelt
Das Autorisierungsentgelt ist eine feste Gebühr pro Kartentransaktion, unabhängig vom Umsatz. Es liegt meist bei 1 bis 3 Cent je Zahlung und deckt die Prüfung, ob die Karte gedeckt und gültig ist.
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Das Autorisierungsentgelt ist eine feste Gebühr, die Ihr Zahlungsdienstleister für jede einzelne Kartentransaktion berechnet. Anders als das Disagio hängt es nicht vom Umsatz ab, sondern fällt als gleicher Centbetrag an, egal ob der Kunde 5 oder 500 Euro zahlt. Üblich sind 1 bis 3 Cent pro Zahlung.
Wofür Sie das Entgelt zahlen
Bei jeder Kartenzahlung fragt das Terminal in Echtzeit bei der kartenausgebenden Bank an, ob die Karte gültig und der Betrag gedeckt ist. Diese Abfrage heißt Autorisierung. Erst nach der Freigabe schließt das Terminal die Zahlung ab. Das Autorisierungsentgelt deckt die Kosten dieser Anfrage. Auf der Abrechnung steht es oft als eigener Posten, manchmal unter Bezeichnungen wie Transaktionsentgelt oder Autorisierungsgebühr.
Warum kleine Beträge stärker belastet werden
Weil das Entgelt fix ist, wiegt es bei kleinen Beträgen schwerer. Ein Beispiel: Bei 2 Cent je Transaktion zahlen Sie auf eine 5-Euro-Zahlung 0,4 Prozent allein für die Autorisierung. Bei einer 50-Euro-Zahlung sind es nur 0,04 Prozent. Betriebe mit vielen kleinen Zahlungen, etwa Bäckereien oder Cafés, sollten das Autorisierungsentgelt daher genauso genau prüfen wie den Disagio-Satz. Bei 80.000 Transaktionen im Jahr macht schon ein Cent Unterschied 800 Euro aus.
So erkennen Sie es auf der Abrechnung
Auf einer transparenten Abrechnung steht das Autorisierungsentgelt getrennt vom Disagio, häufig als Centbetrag mal Anzahl der Transaktionen. Im Blended-Modell ist es dagegen oft im Mischsatz eingerechnet und damit nicht sichtbar. Fragen Sie im Zweifel beim Anbieter nach, wie viele Cent pro Transaktion anfallen und ob das Entgelt auch für Rückbuchungen oder Gutschriften berechnet wird. Manche Verträge führen das Entgelt zusätzlich als feste Monatspauschale je Terminal, unabhängig von der Zahl der Zahlungen.
Worauf Sie achten sollten
Vergleichen Sie das Autorisierungsentgelt immer zusammen mit dem Disagio, nie einzeln. Ein niedriger Disagio-Satz verliert seinen Wert, wenn das feste Entgelt pro Transaktion hoch ausfällt. Erst beide zusammen ergeben Ihren effektiven Preis pro Zahlung, besonders bei einem Kartenmix mit vielen kleinen Beträgen. Rechnen Sie das Entgelt einmal auf Ihre durchschnittliche Bonhöhe um, dann sehen Sie seinen wahren Anteil.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Autorisierungsentgelt und Disagio?
Wie hoch ist ein faires Autorisierungsentgelt?
Fällt das Autorisierungsentgelt auch bei abgelehnten Zahlungen an?
Auch genannt
Authorisierungsentgelt · Autorisierungsgebühr · Authorisierungsgebühr
Verwandte Begriffe
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- InterchangeDas Interchange-Entgelt fließt vom Acquirer an die kartenausgebende Bank des Kunden. In der EU ist es gesetzlich gedeckelt: 0,2 % bei Verbraucher-Debit-, 0,3 % bei Verbraucher-Kreditkarten.
- KartenmixDer Kartenmix ist die Verteilung der Umsätze über Kartenarten (Debit, Kredit, Firmen-, Auslandskarten). Er bestimmt die effektiven Gebühren stärker als jeder Verhandlungstrick.