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Glossar

Pass-Through-Pricing

Pass-Through-Pricing reicht Interchange und Scheme-Fees in tatsächlicher Höhe an den Händler durch; verhandelt wird nur die separat ausgewiesene Acquirer-Marge.

Aktualisiert am

Pass-Through-Pricing („Durchleitung“) bezeichnet jedes Modell, bei dem die regulierten Fremdkosten, also Interchange und Scheme-Fees, in exakt der angefallenen Höhe an den Händler weitergegeben werden. Der Acquirer verdient ausschließlich an seiner separat ausgewiesenen Marge.

In der Praxis ist Pass-Through die Oberkategorie, deren bekannteste Ausprägung IC++ ist. Der Begriff betont die Eigenschaft: Schwankungen im Kartenmix oder regulatorische Senkungen kommen direkt beim Händler an, nicht beim Acquirer.

Für die Verhandlung ist das der entscheidende Strukturvorteil gegenüber Blended-Pricing: Bei Pass-Through reduziert sich das Gespräch auf eine einzige verhandelbare Größe, die Marge in Basispunkten (z. B. 8–15 bp). Alles andere ist Durchlaufposten und nachprüfbar.

Häufige Fragen

Wo liegt der Unterschied zu IC++?
Pass-Through ist der Oberbegriff, IC++ die konkreteste Ausprägung. In der Praxis werden beide Begriffe oft synonym verwendet.
Was ist hier verhandelbar?
Ausschließlich die Acquirer-Marge. Alles andere ist Durchlaufposten und lässt sich anhand der Entgelttabellen der Netzwerke nachprüfen.

Auch genannt

Pass-Through · Durchleitungsmodell · Cost-Plus

Verwandte Begriffe