Pass-Through-Pricing
Pass-Through-Pricing reicht Interchange und Scheme-Fees in tatsächlicher Höhe an den Händler durch; verhandelt wird nur die separat ausgewiesene Acquirer-Marge.
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Pass-Through-Pricing („Durchleitung“) bezeichnet jedes Modell, bei dem die regulierten Fremdkosten, also Interchange und Scheme-Fees, in exakt der angefallenen Höhe an den Händler weitergegeben werden. Der Acquirer verdient ausschließlich an seiner separat ausgewiesenen Marge.
In der Praxis ist Pass-Through die Oberkategorie, deren bekannteste Ausprägung IC++ ist. Der Begriff betont die Eigenschaft: Schwankungen im Kartenmix oder regulatorische Senkungen kommen direkt beim Händler an, nicht beim Acquirer.
Für die Verhandlung ist das der entscheidende Strukturvorteil gegenüber Blended-Pricing: Bei Pass-Through reduziert sich das Gespräch auf eine einzige verhandelbare Größe, die Marge in Basispunkten (z. B. 8–15 bp). Alles andere ist Durchlaufposten und nachprüfbar.
Häufige Fragen
Wo liegt der Unterschied zu IC++?
Was ist hier verhandelbar?
Auch genannt
Pass-Through · Durchleitungsmodell · Cost-Plus
Verwandte Begriffe
- IC++ (Interchange++)IC++ ist ein transparentes Preismodell, das jede Transaktion in drei offen ausgewiesene Bausteine zerlegt: Interchange + Scheme-Fee + Acquirer-Marge.
- Blended-PricingBeim Blended-Pricing zahlt der Händler für jede Karte denselben Mischsatz: einfach abzulesen, aber intransparent, weil Interchange, Scheme-Fee und Marge nicht getrennt ausgewiesen werden.
- InterchangeDas Interchange-Entgelt fließt vom Acquirer an die kartenausgebende Bank des Kunden. In der EU ist es gesetzlich gedeckelt: 0,2 % bei Verbraucher-Debit-, 0,3 % bei Verbraucher-Kreditkarten.