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Blended-Pricing

Beim Blended-Pricing zahlt der Händler für jede Karte denselben Mischsatz: einfach abzulesen, aber intransparent, weil Interchange, Scheme-Fee und Marge nicht getrennt ausgewiesen werden.

Aktualisiert am

Blended-Pricing (Mischkalkulation) fasst alle Kostenbestandteile einer Kartenzahlung zu einem Prozentsatz zusammen. Egal ob günstige EWR-Debitkarte oder teure Firmenkarte, der Händler zahlt denselben Satz, etwa pauschal 1,4 %.

Der Reiz liegt in der Einfachheit: eine Zahl, eine Zeile auf der Abrechnung. Der Preis dieser Einfachheit ist fehlende Transparenz. Weder Interchange noch Scheme-Fee noch die Acquirer-Marge sind sichtbar, und das nutzt der Acquirer: Bei einem Kunden mit hohem Debit-Anteil ist die Differenz zwischen tatsächlichem Interchange (oft nur 0,2 %) und dem Mischsatz reiner Gewinnaufschlag.

Beispiel: Ein Einzelhändler mit 1 Mio € Kartenumsatz und überwiegend Debit-Zahlungen zahlt bei 1,4 % Blended rund 14.000 €. Bei IC++ mit fairer Marge läge er häufig bei 0,5–0,7 % effektiv, eine Größenordnung, die eine Konditionsanalyse sichtbar macht. Blended-Pricing ist nicht per se schlecht, aber es verschleiert, ob der Preis fair ist.

Häufige Fragen

Was ist ein Blended-Satz?
Ein einziger Prozentsatz, der für alle Kartenarten gilt, egal ob günstige Debit- oder teure Firmenkarte. Alle Kostenbestandteile sind darin vermischt.
Warum ist Blended-Pricing oft teurer?
Der Mischsatz wird auf den teuersten realistischen Kartenmix kalkuliert. Liegt Ihr realer Mix darunter, behält der Acquirer die Differenz als zusätzliche Marge.
Wann ist Blended-Pricing sinnvoll?
Bei sehr geringem Kartenumsatz oder sehr hohem Anteil teurer Kredit- und Firmenkarten kann ein fest verhandelter Mischsatz im Einzelfall passen. Entscheidend ist der reale Kartenmix.

Auch genannt

Mischpreis · Blended Rate · Mischkalkulation · Pauschalsatz

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