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Glossar

IC++ (Interchange++)

IC++ ist ein transparentes Preismodell, das jede Transaktion in drei offen ausgewiesene Bausteine zerlegt: Interchange + Scheme-Fee + Acquirer-Marge.

Aktualisiert am

Interchange++ (kurz IC++) ist das transparenteste der gängigen Preismodelle. Jede Transaktion wird in drei getrennt ausgewiesene Posten zerlegt: den durchgereichten Interchange (erstes „+“), die Scheme-Fee (zweites „+“) und die eigentliche Marge des Acquirers.

Der Vorteil für den Händler: Nur die Acquirer-Marge ist verhandelbar, und im IC++-Modell ist sie sichtbar. Eine Marge von 0,15 % lässt sich beziffern und vergleichen; in einem Mischsatz von 1,2 % ist sie unsichtbar. IC++ ist deshalb ein Synonym für Pass-Through-Pricing.

IC++ kann auf den ersten Blick komplexer wirken, weil die Abrechnung mehr Zeilen hat. Für umsatzstarke Betriebe mit gemischtem Kartenmix ist es aber fast immer günstiger und ehrlicher als Blended-Pricing: Sinkt der Interchange-Anteil (etwa durch mehr Debit-Zahlungen), profitiert der Händler direkt statt der Acquirer.

0,15 %

Beispielhafte Acquirer-Marge

im IC++-Modell der einzige verhandelbare Posten

Häufige Fragen

Wofür steht das doppelte Plus bei IC++?
Die beiden Pluszeichen stehen für die zwei durchgereichten Fremdkosten: Interchange (erstes +) und Scheme-Fee (zweites +). Obendrauf kommt die separat ausgewiesene Acquirer-Marge.
Für wen lohnt sich IC++?
Vor allem für umsatzstarke Betriebe mit hohem Debit-Anteil. Sinkt der Interchange, profitiert der Händler direkt, beim Blended-Pricing bliebe der Vorteil beim Acquirer.
Ist IC++ dasselbe wie Pass-Through-Pricing?
IC++ ist die bekannteste Ausprägung von Pass-Through-Pricing. Beide reichen Fremdkosten 1:1 weiter; IC++ benennt konkret die zwei aufgeschlagenen Komponenten.

Auch genannt

Interchange++ · IC+ · Interchange Plus Plus

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