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Commerz Globalpay: die Konditionen des Bank-Joint-Ventures 2026

Das Joint Venture von Commerzbank und Global Payments verkauft Kartenakzeptanz in zwei Programmtarifen: 9,90 Euro im Monat mit gestaffeltem Disagio oder keine Grundgebühr zum Einheitssatz von 1,29 Prozent. Was das für Bankkunden bedeutet, mit drei Rechenbeispielen.

Porträtfoto von Robert HoffmannRobert Hoffmann
Logo Commerz Globalpay
Disagio ab
0,79 %
Grundgebühr ab
0 €
Tarife im Rechner
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Konditionen geprüft am 27.08.2026

Produktabbildung Nexgo - N86

Commerz Globalpay verkauft Kartenakzeptanz in zwei Zuschnitten: das Android-Terminal Nexgo N86 für 9,90 Euro Grundgebühr im Monat mit 0,79 Prozent auf girocard und Debitkarten sowie 0,99 Prozent auf Kreditkarten, und die hardwarelose Handy-Variante GP tom ohne Grundgebühr zum Einheitssatz von 1,29 Prozent. Beide Tarife laufen unter dem Programm „Deutschland zahlt digital“ und rechnen zusätzlich 0,08 Euro je Zahlung ab. Die Vertragsbindung beträgt in beiden Fällen 36 Monate, das erste Jahr ist laut Aktionsbedingung kostenfrei. Die Konditionen der beiden Programmtarife haben wir am 27. August 2026 im Browser geprüft.

Bank-Joint-Venture mit zwei Programmtarifen

Hinter der Marke stehen zwei Häuser: die Commerzbank und der US-Acquirer Global Payments, die das Geschäft in einem Joint Venture bündeln. In unserer Datenbank ist der Anbieter als Commerzbank-Joint-Venture mit digitalem Angebot hinterlegt, und daraus ergibt sich die Perspektive, aus der die meisten Interessenten hier ankommen: Sie führen Ihr Firmenkonto bei der Commerzbank und bekommen die Kartenakzeptanz als Angebot aus dem eigenen Haus vorgelegt. Für die Konditionen ändert diese Nähe zunächst wenig. Die Preise des Programms „Deutschland zahlt digital“ gelten für jeden Betrieb, der die Programmbedingungen erfüllt, und sie stehen im Wettbewerb mit den Sätzen unabhängiger Acquirer.

Geprüft haben wir am 27. August 2026 die Konditionen der beiden Programmtarife sowie die Preislogik von GP tom, jeweils manuell im Browser. Alle übrigen Angaben in diesem Beitrag, darunter die 29,50 Euro Einmalkosten für GP tom und die Geräte-Datensätze zu den CCV-Modellen, geben unseren Datenbankstand vom 26. Dezember 2025 wieder. Die offizielle Programmseite sperrt automatisierte Abrufe aus und beantwortet sie mit einem 403; im Browser ist sie unter Deutschland zahlt digital erreichbar. KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter.

Zwei Preislogiken unter einem Programmnamen

Der SmartPOS-Tarif kostet 9,90 Euro Grundgebühr im Monat und bringt das Terminal Nexgo N86 mit. Das Disagio ist nach Kartenart gestaffelt: 0,79 Prozent auf girocard und Debitkarten, 0,99 Prozent auf Kredit- und internationale Karten. Ein Mindestentgelt je Zahlung ist ebenso wenig hinterlegt wie verpflichtende Zusatzmodule, ein Inklusivvolumen gibt es nicht. Die Rechnung besteht damit aus drei nachvollziehbaren Bestandteilen, die Sie selbst nachrechnen können.

Der SoftPOS-Tarif verzichtet auf Hardware und auf die Grundgebühr. Er rechnet jede Kartenart zum selben Satz von 1,29 Prozent ab, gleichgültig ob Ihr Kunde mit girocard, Kreditkarte oder Wallet zahlt. Die Transaktionsgebühr von 0,08 Euro je Zahlung fällt in beiden Tarifen zusätzlich zum Disagio an. Eine Volumenstaffel führt die Preisstruktur an keiner Stelle: Wächst Ihr Umsatz, sinkt der Satz deshalb nicht von allein, eine Verbesserung müssen Sie verhandeln.

Rechnerisch trennt die beiden Tarife der Kartenmix und die Höhe des Umsatzes. Auf girocard und Debitkarten spart der SmartPOS-Tarif 0,50 Prozentpunkte gegenüber dem Einheitssatz, auf Kreditkarten 0,30 Prozentpunkte. Die Grundgebühr von 9,90 Euro ist damit ab 1.980 Euro Debitumsatz im Monat wieder eingespielt, bei reinem Kreditkartenumsatz ab 3.300 Euro. Für einen Betrieb mit stationärer Kasse fällt die Entscheidung deshalb in aller Regel auf den SmartPOS-Tarif. GP tom bleibt die Lösung für sehr kleine Volumina, für Zweitgeräte im Außendienst und für Betriebe, die keine Hardware anschaffen wollen.

Ein Detail des Programms sollten Sie vor der Unterschrift nachrechnen, weil Aktionszeitraum und Vertragslaufzeit auseinanderfallen.

Für den SmartPOS-Tarif bedeutet das 24 Monate zu 9,90 Euro nach dem Freijahr, zusammen 237,60 Euro Grundgebühr über die Restlaufzeit, zuzüglich der Umsatz- und Stückkosten aus den Monaten 13 bis 36. Ein belastbarer Vergleich mit anderen Angeboten entsteht erst, wenn Sie die vollen 36 Monate ansetzen und den Aktionsrabatt über diesen Zeitraum verteilen.

Drei Rechnungen mit den Sätzen des Programms

Eine Bäckerei mit 20.000 Euro Kartenumsatz im Monat und einem Durchschnittsbon von 8 Euro wickelt 2.500 Kartenzahlungen ab. Bei 80 Prozent girocard und Debit fallen auf 16.000 Euro zu 0,79 Prozent genau 126,40 Euro an, auf die restlichen 4.000 Euro Kreditkartenumsatz zu 0,99 Prozent weitere 39,60 Euro. Das Disagio summiert sich auf 166,00 Euro. Dazu kommen 2.500 Zahlungen zu 0,08 Euro, also 200,00 Euro, plus 9,90 Euro Grundgebühr. Die Monatsrechnung liegt bei 375,90 Euro und damit bei 1,88 Prozent vom Umsatz. Bei kleinen Bons kostet das Stückentgelt mehr als der prozentuale Anteil, und genau dieser Effekt wird in Angeboten häufig übersehen.

Ein Fachgeschäft mit 25.000 Euro Kartenumsatz im Monat, davon 60 Prozent girocard und Debit sowie 40 Prozent Kredit- und Auslandskarten, zahlt im SmartPOS-Tarif 118,50 Euro auf die 15.000 Euro Debitumsatz und 99,00 Euro auf die 10.000 Euro Kreditkartenumsatz, zusammen mit der Grundgebühr also 227,40 Euro. Im SoftPOS-Tarif kostet derselbe Umsatz 322,50 Euro, weil dort alle 25.000 Euro zu 1,29 Prozent abgerechnet werden. Das Entgelt je Zahlung fällt in beiden Tarifen identisch an und verschiebt den Vergleich nicht. Der SmartPOS-Tarif liegt hier trotz Grundgebühr 95,10 Euro im Monat unter dem SoftPOS-Tarif.

Das dritte Beispiel stammt aus unserem eigenen Rechner: ein Gastronomiebetrieb mit 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat und ausgewogenem Kartenmix. Der günstigste Tarif von Commerz Globalpay kommt dort auf 444,02 Euro im Monat und belegt Rang 17 von 75 ausgewerteten Tarifen. Der günstigste Tarif der Liste, Vert, kostet im selben Szenario 230,10 Euro. Die Differenz von 213,92 Euro im Monat summiert sich auf 2.567,04 Euro im Jahr, und über die 36 Monate Vertragsbindung wird daraus ein fünfstelliger Betrag. Wie sich die übrigen Anbieter in diesem Szenario einsortieren, sehen Sie im Kartenterminal-Vergleich.

Ein Terminal, eine App: Geräte und Einmalkosten

Die Hardware-Auswahl im Programm ist überschaubar. Angeboten wird das Nexgo N86, ein Android-Smartterminal mit NFC, Chip- und Magnetstreifenleser, WLAN, 4G, Bluetooth und eingebautem Bondrucker. Daneben steht die hardwarelose Variante, die aus einem Android-Smartphone per NFC ein Akzeptanzgerät macht. Wer mehrere Kassenplätze bestücken oder ein klassisches Festgerät mit separatem Kundendisplay einsetzen will, findet im Programm nur diese beiden Bauformen. Für einen Betrieb mit zwei Standorten und identischen Kassenplätzen kann diese Beschränkung sogar praktisch sein, weil Schulung und Ersatzteilhaltung nur ein Modell betreffen.

  • Produktabbildung Tap to Pay / SoftPOS

    Tap to Pay / SoftPOS

    SoftPOS

    ohne Gerätekauf

  • Produktabbildung Nexgo - N86

    Nexgo - N86

    SmartPOS

    ohne Gerätekauf

© kartenkosten.de

Für die beiden Programmtarife ist in unserer Datenbank kein Einmalpreis für das Gerät hinterlegt. Einen Kaufpreis führt allein der Tarif GP tom mit 29,50 Euro, Datenbankstand 26. Dezember 2025. Über das Programm hinaus zeigt der Anbieter auf seiner Seite zu Kartenlesegeräten das Android-Terminal CCV A920 Pro. Ein weiterer Datensatz zum CCV Base Next stammt aus der Drittquelle payved.de und ist über die Anbieterseite nicht belegt; Preise sind zu beiden CCV-Modellen bei uns nicht erfasst. Lassen Sie sich Gerätekosten, Versand und die Konditionen für ein Ersatzgerät deshalb schriftlich im Angebot ausweisen.

Was das Bank-Ökosystem trägt und wo es endet

Der stärkste Punkt für Bankkunden ist das Förderprogramm selbst: Im ersten Jahr fallen keine Kosten an, danach greifen die regulären Sätze. Dazu kommt die Anbindung an die Commerzbank, ergänzt um Finanzierungs- und Analytics-Angebote aus dem Konzernumfeld. Funktional deckt das Angebot ab, was ein mittelständischer Betrieb im Alltag braucht: Kassenschnittstelle, Trinkgeldfunktion, Pay by Link und MOTO für telefonische Bestellungen sind vorhanden, American Express und die gängigen Wallets ebenfalls. Wer bereits Kunde der Bank ist, bekommt Kartenakzeptanz damit aus einer Beziehung heraus, die ohnehin besteht.

Die Grenzen sind ebenso deutlich. Das Programm richtet sich an eine eingeschränkte Zielgruppe, und wer die Bedingungen nicht erfüllt, verhandelt ohne veröffentlichte Referenzpreise, weil das Standardangebot nur auf Anfrage herausgegeben wird. GP tom setzt Android voraus und fällt für Betriebe mit iPhones aus. Eine mengenabhängige Preisstufe fehlt, sodass zusätzlicher Umsatz den Satz nicht verbessert. Und wer Tax Free für Kunden aus Drittländern, digitale Kundenbelege oder Lastschrift am Terminal benötigt, findet diese Funktionen hier nicht. Wie sich der Anbieter gegen den restlichen Markt einordnet, lesen Sie im Anbieter-Überblick.

Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten

Die Programmpreise sind Listenpreise für eine eingeschränkte Zielgruppe. Was Commerz Globalpay außerhalb des Programms anbietet, veröffentlicht das Unternehmen nicht, die Konditionen des Standardangebots gibt es allein auf Anfrage. Belastbare Individualkonditionen sind für diesen Anbieter damit nicht öffentlich dokumentiert, und ohne Referenzpreise verhandeln Sie im Blindflug. Ab etwa 1 Million Euro Kartenumsatz im Jahr lohnt eine Konditionsanalyse vor der Unterschrift, denn schon zehn Basispunkte Unterschied im Mischsatz bedeuten 1.000 Euro im Jahr. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.

Häufige Fragen zu Commerz Globalpay

Was kostet Commerz Globalpay nach dem kostenlosen ersten Jahr?
Nach dem Freijahr greifen die regulären Konditionen des Programms: 9,90 Euro Grundgebühr im Monat im SmartPOS-Tarif, dazu 0,79 Prozent auf girocard und Debitkarten sowie 0,99 Prozent auf Kreditkarten. Im SoftPOS-Tarif entfällt die Grundgebühr, alle Kartenarten werden zu 1,29 Prozent abgerechnet.
Ab welchem Kartenumsatz lohnt sich der SmartPOS-Tarif gegenüber GP tom?
Bei reinem Debit- und girocard-Umsatz spart der SmartPOS-Tarif 0,50 Prozentpunkte, sodass sich die Grundgebühr von 9,90 Euro ab 1.980 Euro Monatsumsatz trägt. Bei reinem Kreditkartenumsatz beträgt der Vorteil 0,30 Prozentpunkte, der Umschlagpunkt liegt dort bei 3.300 Euro im Monat.
Bin ich bei Commerz Globalpay an 36 Monate gebunden?
Beide Tarife des Programms „Deutschland zahlt digital“ laufen über 36 Monate. Die Aktion mit 0 Euro Kosten deckt davon nur das erste Jahr ab, die verbleibenden 24 Monate rechnen zu den regulären Konditionen ab.
Wie stark schlägt das Entgelt je Zahlung durch?
Das Entgelt von 0,08 Euro fällt zusätzlich zum Disagio an und trifft Betriebe mit kleinen Bons am härtesten. Bei 2.500 Kartenzahlungen im Monat sind das 200 Euro allein an Stückkosten, unabhängig davon, wie hoch der einzelne Bon ausfällt.
Welche Funktionen fehlen bei Commerz Globalpay?
Tax Free, digitale Kundenbelege und Lastschrift beziehungsweise CLV sind nicht verfügbar. Für Händler mit vielen Kunden aus Drittländern oder mit Lastschriftbedarf direkt am Terminal ist das ein Ausschlusskriterium.

Verwandte Begriffe

Porträtfoto von Robert Hoffmann, Gründer von KartenKosten.de

Robert Hoffmann

Geschäftsführung · Acquirer-Hintergrund

CEO bei Concardis, Nets und 1&1. Bringt diese Anbieter-Perspektive heute in die Mandate ein.

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