Zum Hauptinhalt springen
KartenKosten.de

Anbieter

Kartenterminal-Anbieter 2026: alle 12 im Überblick

Zwölf Kartenterminal-Anbieter, ein Szenario, ein Ranking: Die Monatskosten reichen von 251 € bis 646 €. Welcher Anbieter zu welcher Betriebsgröße passt.

Porträtfoto von Robert HoffmannRobert Hoffmann

Der deutsche Markt für Kartenterminals teilt sich in zwei Lager: Fintechs mit pauschalen Sätzen und sofortigem Start sowie klassische Acquirer mit getrennten Kartenarten-Konditionen und Vertragslaufzeit. Welcher der zwölf relevanten Anbieter der günstigste ist, hängt fast nur von Ihrem Kartenumsatz ab. In unserem Beispiel-Szenario liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter 395 € im Monat. Den günstigsten Tarif bekommen allerdings nur Betriebe, die in den letzten zwölf Monaten keine Karten akzeptiert haben. Dieser Überblick ordnet alle zwölf ein, mit geprüften Konditionen aus unserer Tarifdatenbank.

Zwei Lager: Flatrate-Fintechs und klassische Acquirer

Fintechs wie SumUp, Zettle, myPOS oder Flatpay verkaufen Einfachheit: ein Prozentsatz für alle Karten, Gerät zum Einmalpreis oder gratis, Start innerhalb weniger Tage, meist ohne Grundgebühr. Dafür liegt der pauschale Satz deutlich über dem, was girocard-Zahlungen im Einkauf kosten.

Klassische Acquirer wie Payone, TeleCash oder Nexi rechnen jede Kartenart einzeln ab. girocard kostet dort häufig 0,2 bis 0,4 %, Kreditkarten entsprechend mehr. Der Preis dafür sind Vertragslaufzeiten von 36 bis 60 Monaten, Grundgebühren und ein Papierkrieg, den ein Fintech-Kunde nie sieht.

Dazwischen stehen die Bank-Ableger: Vert (Deutsche Bank), Commerz Globalpay (Commerzbank) und VR Pay (Volks- und Raiffeisenbanken) kombinieren klassische Konditionen mit digitalem Vertrieb und sprechen vor allem die eigenen Firmenkunden an.

Alle zwölf Zahlungsdienstleister bieten die Akzeptanz derselben Kartennetze an. Die angebotenen Terminals unterscheiden sich je nach Anbieter, aber deren Funktionen sind meist vergleichbar. Die Unterschiede der Anbieter liegen vor allem im jeweiligen Preismodell und der Vertragslaufzeit, in der Qualität und Verfügbarkeit des Kundenservice und in der Frage, ob der Anbieter mit seinen Kunden online über eine moderne App / Oberfläche oder persönlich per Telefon, E-Mail oder per Formular kommuniziert.

Das Entscheidungskriterium ist Ihr Kartenumsatz

Die Logik des optimalen Preismodells ist simpel: Grundgebühren wiegen bei kleinem Umsatz schwer, hohe Prozentsätze bei großem. Unter etwa 3.000 € Kartenumsatz im Monat ist ein Flatrate-Anbieter ohne Fixkosten kaum zu schlagen. Zwischen 3.000 und rund 20.000 € bleiben die Fintech-Abos wie SumUp One konkurrenzfähig. Darüber dreht sich das Bild: Wer 40.000 € und mehr im Monat abrechnet, zahlt bei einem pauschalen Prozentsatz für jede girocard-Zahlung drauf und fährt mit getrennten Kartenarten-Sätzen günstiger.

Um die zwölf Anbieter vergleichbar zu machen, haben wir die Listentarife unserer Datenbank auf dasselbe Szenario gerechnet: ein Gastronomiebetrieb mit 40.000 € Kartenumsatz im Monat, ein Standort, ausgewogener Kartenmix. Das Schaubild zeigt je Anbieter den günstigsten Tarif. Bei Vert, TeleCash und Commerz Globalpay ist das ein Tarif aus „Deutschland zahlt digital“, den nur Betriebe ohne Kartenzahlung in den letzten zwölf Monaten bekommen. Bezahlexperten fehlt, weil der Anbieter den Preis über 15.000 € Kartenumsatz im Monat individuell festlegt. Ihren eigenen Fall rechnet der Kartenterminal-Vergleich mit Ihren Zahlen durch.

Günstigster Tarif je Anbieter: Gastronomie, 40.000 € Kartenumsatz im Monat
Günstigster Tarif je Anbieter: Gastronomie, 40.000 € Kartenumsatz im Monat — kartenkosten.deVert251 €0,63 % effektiv, Tarif „Deutschland zahlt digital“SumUp350 €0,87 %TeleCash410 €1,02 %, Tarif „Deutschland zahlt digital“Commerz Globalpay444 €1,11 %, Tarif „Deutschland zahlt digital“Payone447 €1,12 %Nexi521 €1,30 %Flatpay556 €1,39 %Zettle558 €1,40 %MyPOS559 €1,40 %Unzer615 €1,54 %VR Pay646 €1,61 %
Monatskosten inkl. umgelegter Einmalkosten, ausgewogener Kartenmix, 1 Standort. „Deutschland zahlt digital“ nur für Betriebe ohne Kartenzahlung in den letzten zwölf Monaten. Bezahlexperten ohne Wert, Preis bei diesem Umsatz individuell. Quelle: kartenkosten.de-Tarifdatenbank, Stand 05.10.2026.

Zwei Dinge fallen an dieser Liste auf. Erstens die Spannweite: Zwischen Vert und VR Pay liegt der Faktor 2,6, bei identischem Betrieb und identischem Kartenmix. Für Betriebe, die schon Karten akzeptieren, beginnt die Liste bei SumUp mit 349,83 €. Zweitens die Reihenfolge selbst, denn sie gilt nur für dieses Szenario. Bei 2.000 € Monatsumsatz stünden SumUp und myPOS vorn, weil dort keine Grundgebühr anfällt, und die Acquirer mit ihren Fixkosten rutschten ans Ende. Ein Anbieter-Ranking ohne Umsatzangabe ist deshalb wertlos; und weil ein günstiger Listenpreis nichts über Service und Vertragsqualität sagt, folgen die Porträts unten der Bewertung, nicht dem Preis.

Vier Kriterien neben dem Preis

Erstens die Kartenakzeptanz: girocard ist in Deutschland Pflicht, American Express dagegen nicht überall inklusive; wer Auslandsgäste bedient, sollte auch auf die Sätze für internationale Karten achten.

Zweitens die Vertragslaufzeit: Zwischen null Monaten bei SumUp, myPOS und Zettle und 60 Monaten bei Vert liegt ein fundamentaler Unterschied in der Flexibilität. Eine lange Bindung ist kein Ausschlusskriterium, sie muss nur mit einem entsprechend besseren Satz bezahlt werden.

Drittens die Auszahlung: Fintechs zahlen typischerweise am nächsten Werktag aus, myPOS sofort auf das eigene Konto, klassische Acquirer teils erst nach mehreren Tagen. Für Betriebe mit knapper Liquidität ist das ein echtes Kriterium, kein Detail.

Und viertens die Kassenanbindung: Wer ein bestehendes Kassensystem weiterbetreiben will, muss prüfen, ob der Anbieter die Schnittstelle unterstützt. Die Fintechs denken überwiegend vom eigenen Ökosystem her, die klassischen Acquirer integrieren sich eher in vorhandene Kassenlandschaften. Unsere Funktionen-Karten in den einzelnen Anbieter-Beiträgen zeigen die zwölf wichtigsten Flags je Anbieter im Detail.

Die zwölf Anbieter im Kurzporträt

Die Bewertungen stammen aus unserer Anbieter-Recherche (Skala 0 bis 10, sichtbar auf den Kacheln), die Konditionen aus der Tarifdatenbank, zuletzt geprüft gegen die jeweiligen Preisseiten. Kacheln und Porträts sind gleich sortiert, nach Bewertung; jede Kachel springt direkt zum passenden Porträt.

© kartenkosten.de

Payone

Der Marktführer aus dem Sparkassen-Umfeld führt das breiteste Sortiment unserer Datenbank, vom Einsteigerpaket bis zur Filiallösung, und staffelt die Flatrate nach Inklusivvolumen und Laufzeit. In der Breite stärker als im Listenpreis, wie unsere Payone-Analyse zeigt.

TeleCash

Der Fiserv-Ableger ist der Allrounder für mittlere und größere Betriebe mit solider Geräteauswahl. Disagien nennt TeleCash nur für „Deutschland zahlt digital“, sonst erst auf Anfrage. Im Szenario steht deshalb dieser Tarif: 9,90 € Miete und 1,00 % auf Visa, Mastercard, Maestro und V PAY bei 36 Monaten Laufzeit, nur für Betriebe ohne Kartenzahlung in den letzten zwölf Monaten. Einen girocard-Satz nennt TeleCash nicht, unser Rechner setzt auch dort 1,00 % an. Die Tarifwahl rechnet unsere TeleCash-Analyse durch.

myPOS

Der direkteste SumUp-Wettbewerber: drei Kontotarife von 0 bis 39 € im Monat, Sätze von 1,29 % bis hinunter zu 0,79 %, keine Laufzeit und ein eigenes Geschäftskonto. Was die Tarifstufen im Alltag bedeuten, rechnet unsere myPOS-Analyse durch.

Flatpay

Die dänische Flatrate: 1,39 % für alle Karten unter 200.000 € Jahresumsatz, 0,99 % darüber, SmartPOS-Terminal und Vor-Ort-Installation inklusive. Die Rezensionen gehören zu den besten im Markt; auf die Mindestumsatzklausel in den AGB geht unsere Flatpay-Kosten-Analyse im Detail ein.

SumUp

Der Standard für kleine Betriebe: 1,39 % im Basistarif, 0,79 % im Abo, keine Laufzeit, Geräte ab 0 €. Dass SumUp selbst im 40.000-€-Szenario Rang 2 hält, zeigt die Stärke des Abo-Modells; die Details stehen in unserer SumUp-Gebühren-Analyse.

Nexi

Der italienische Konzern (früher Concardis) bringt moderne SmartPOS-Geräte und einen breiten Funktionsumfang mit. Im aktuellen Angebot bis 31.10.2026 zahlen Sie 1,19 % auf alle Karten, girocard eingeschlossen. Dafür gelten Laufzeiten bis 48 Monate, und das Tarifwerk verlangt Geduld beim Lesen. Welcher Nexi-Tarif sich wann rechnet, steht in unserer Nexi-Gebühren-Analyse.

VR Pay

Die Genossenschaftsbanken-Lösung mit Pakettarifen ab 19,90 € Grundgebühr und Inklusivvolumen. Im 40.000-€-Szenario das teuerste Angebot; die Stärke liegt in der Betreuung über die Hausbank vor Ort. Ab welchem Umsatz die Paketstufen kippen, rechnet unsere VR-Pay-Analyse durch.

Zettle by PayPal

Die PayPal-Tochter rechnet pauschal 1,39 % ab, ohne Laufzeit und ohne Grundgebühr, das Terminal kostet 199 €. Wer ohnehin PayPal im Online-Verkauf nutzt, führt beides in einem Konto; die Details stehen in unserer Zettle-Analyse.

Commerz Globalpay

Das Commerzbank-Joint-Venture mit Global Payments bietet zwei Programmtarife: 9,90 € im Monat mit 0,79 % auf girocard und Debitkarten oder eine Handy-Variante ohne Grundgebühr zu 1,29 %. Interessant vor allem für Commerzbank-Firmenkunden, wie unsere Commerz-Globalpay-Analyse zeigt.

Unzer

Stärken im Online-Handel und in der Kassenintegration (Tillhub gehört zum Konzern), Sätze ab 1,29 % am SmartPOS-Terminal PAX A920. Für Desk 5000 und Move 5000 veröffentlicht Unzer kein Disagio. Für den reinen Terminal-Betrieb selten die erste Wahl, als Omnichannel-Paket interessant. Die Einordnung steht in unserer Unzer-Analyse.

Bezahlexperten

Bezahlexperten veröffentlicht nur noch eine Flatrate: 1,19 % auf alle Karten bis 15.000 € Kartenumsatz im Monat, keine Grundgebühr, das Terminal ohne Aufpreis. Darüber legt der Anbieter den Preis individuell fest. Für kleine, preisbewusste Betriebe einen Blick wert, mit Abstrichen beim Service: Die Rezensionen sind die schwächsten im Feld. Was die Flatrate im Alltag wert ist, zeigt unsere Bezahlexperten-Analyse.

Vert

Das Joint Venture der Deutschen Bank gewinnt das Szenario mit seinem Tarif aus „Deutschland zahlt digital“: Kartenarten-Sätze ab 0,35 % und 19,99 € Miete ab dem 13. Monat. Der Preis dafür sind Laufzeiten bis 60 Monate, die längsten im Feld, und ein schmales Geräte- und Serviceangebot. Den Tarif bekommen nur Betriebe ohne Kartenzahlung in den letzten zwölf Monaten; Standardkonditionen nennt Vert nur auf Anfrage. Wann sich die lange Bindung trotzdem lohnt, rechnet unsere Vert-Analyse durch.

SumUp-Alternativen: wann sich der Wechsel lohnt

Die häufigste Suchfrage im Anbieterumfeld lautet nach Alternativen zu SumUp, und die Antwort hängt vom Grund für den Wechselwunsch ab. Wer dasselbe Modell mit anderem Anbieter will, landet bei myPOS: ähnlich einfach, Sätze ab 0,89 %, dazu sofortige Gutschrift auf dem inkludierten Konto. Wer PayPal ohnehin nutzt, bekommt bei Zettle die Integration geschenkt. Wem Service wichtiger ist als der letzte Zehntelpunkt, den holt Flatpay mit Vor-Ort-Installation und 24/7-Support ab.

Der wichtigste Wechselgrund ist aber das Wachstum. Ab dem mittleren fünfstelligen Monatsumsatz kostet jede pauschale Flatrate sichtbar Geld, weil der hohe girocard-Anteil deutscher Betriebe zum Pauschalsatz abgerechnet wird. Dann sind TeleCash, Vert oder ein verhandeltes Payone-Paket die passendere Liga. Genau dafür ist unser Rechner gebaut: Er zeigt mit Ihren Zahlen, wann dieser Punkt erreicht ist. TeleCash und Vert führt er allerdings nur mit ihren Tarifen aus „Deutschland zahlt digital“; Betrieben, die schon Karten akzeptieren, nennen beide ihre Konditionen nur auf Anfrage.

Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten

Alle Zahlen in diesem Beitrag sind Listenpreise, und Listenpreise sind verhandelbar. Die Fintechs vergeben individuelle Konditionen meist ab 100.000 bis 200.000 € Jahresumsatz auf Anfrage. Bei den klassischen Acquirern ist ohnehin fast alles Verhandlungssache. Ab etwa 1 Mio € Kartenumsatz im Jahr liegt der größte Hebel deshalb nicht in der Wahl des Anbieters, sondern in der Konditionsanalyse des bestehenden Vertrags und der Nachverhandlung. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.

Wie groß dieser Hebel ist, zeigt eine einfache Rechnung: Bei 3 Mio € Kartenumsatz im Jahr sind 0,2 Prozentpunkte Unterschied im effektiven Satz genau 6.000 €, Jahr für Jahr. Das ist mehr, als die meisten Betriebe durch einen Anbieterwechsel im Standardtarif gewinnen, und es erklärt, warum die Anbieter oberhalb dieser Größe fast immer Spielraum haben, wenn jemand mit belastbaren Zahlen verhandelt.

Häufige Fragen zu Kartenterminal-Anbietern

Welcher Kartenterminal-Anbieter ist der günstigste?
Das hängt vom Kartenumsatz ab: Unter etwa 3.000 € im Monat sind Flatrate-Anbieter ohne Grundgebühr wie SumUp oder myPOS am günstigsten. Bei 40.000 € Monatsumsatz führt in unserem Gastronomie-Szenario Vert mit 251,19 € im Monat, allerdings mit einem Tarif nur für Betriebe ohne Kartenzahlung in den letzten zwölf Monaten. Für alle anderen ist SumUp mit 349,83 € am günstigsten.
Welche Kartenterminal-Anbieter gibt es in Deutschland?
Die zwölf relevanten Anbieter für KMU sind Payone, TeleCash, Nexi, Vert, Commerz Globalpay, VR Pay, SumUp, myPOS, Zettle by PayPal, Flatpay, Unzer und Bezahlexperten. Sie verteilen sich auf Flatrate-Fintechs, klassische Acquirer und Bank-Ableger.
Fintech oder klassischer Acquirer: was passt zu meinem Betrieb?
Fintechs punkten mit schnellem Start, keiner Laufzeit und einfachen Pauschalsätzen, klassische Acquirer mit getrennten Kartenarten-Sätzen ab etwa 0,2 % für girocard. Als Faustregel gewinnt das Fintech unter etwa 20.000 € Kartenumsatz im Monat, darüber der Acquirer.
Was kostet ein Kartenterminal im Monat?
Im Beispiel-Szenario mit 40.000 € Kartenumsatz liegen die Gesamtkosten je nach Anbieter zwischen 251,19 € und 645,78 € im Monat, inklusive umgelegter Gerätekosten; wer in den letzten zwölf Monaten schon Karten akzeptiert hat, zahlt dort mindestens 349,83 €. Bei kleinen Umsätzen sinken die Kosten auf den reinen Prozentsatz, etwa 27,80 € bei 2.000 € Umsatz und 1,39 %.
Kann man Kartenterminal-Gebühren verhandeln?
Ja. Fintechs vergeben individuelle Konditionen meist ab 100.000 bis 200.000 € Jahresumsatz, bei klassischen Acquirern sind Listenpreise generell Verhandlungsbasis. Ab etwa 1 Mio € Kartenumsatz im Jahr lohnt die professionelle Nachverhandlung des Bestandsvertrags.

In dieser Reihe

Vertiefende Beiträge zu Teilthemen dieses Leitartikels.

Verwandte Begriffe

Porträtfoto von Robert Hoffmann, Gründer von KartenKosten.de

Robert Hoffmann

Geschäftsführung · Acquirer-Hintergrund

CEO bei Concardis, Nets und 1&1. Bringt diese Anbieter-Perspektive heute in die Mandate ein.

LinkedIn-Profil