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Nexi Gebühren 2026: gute Geräte, kompliziertes Tarifwerk

Nexi führt fünf Gerätemodelle und erfüllt elf von zwölf geprüften Merkmalen. Die Konditionen: 1,39 Prozent und 99 Euro einmalig beim SmartPOS-Kauf, 24 bis 48 Monate Bindung in der Miete.

Porträtfoto von Robert HoffmannRobert Hoffmann
Logo Nexi
Disagio ab
0,22 %
Grundgebühr ab
0 €
Tarife im Rechner
7

Konditionen geprüft am 27.08.2026

Produktabbildung CCV/PAX - A77

Nexi verlangt für den Tarif „Nexi SmartPOS zum Kauf" derzeit 99,00 Euro einmalig für das Terminal und 1,39 Prozent Disagio auf girocard, Mastercard, Visa und die übrigen Zahlungsarten, bei 0,00 Euro Transaktionsentgelt und ohne Vertragslaufzeit (Shop-Seite, geprüft am 27.08.2026). Die fünf Miettarife arbeiten mit Einheitssätzen ab 1,19 Prozent, im Mischtarif ab 0,22 Prozent auf girocard, und binden dafür 24 oder 48 Monate. Technisch bekommen Sie bei Nexi viel: fünf Gerätemodelle und elf von zwölf geprüften Merkmalen. Bezahlt wird das über ein Tarifwerk mit sieben Varianten, von denen die meisten keine öffentlich abrufbare Preisliste haben.

Was Nexi im deutschen Markt ist

Nexi ist ein klassischer Acquirer und in Deutschland aus Concardis hervorgegangen. Das Unternehmen liefert Terminal, Abrechnung und Kartenakzeptanz aus einer Hand, und es tritt entsprechend mit einem breiten Produktbaukasten auf. Für einen Betrieb, der ein bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Funktion braucht, ist das eine gute Ausgangslage. Für einen Betrieb, der einfach nur wissen will, was die Kartenzahlung kostet, ist es eine Zumutung an Recherchearbeit.

Alle Zahlen in diesem Beitrag haben den Stand 27.08.2026. Sie stammen aus unserer Tarifdatenbank und aus der Prüfung der Nexi-Shop-Seite an diesem Tag. KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter. Wir verhandeln Konditionen für Betriebe und werden aus einem Anteil der realisierten Ersparnis bezahlt. Die Angaben zum SmartPOS-Tarif können Sie auf der Nexi-Shop-Seite zum A77 selbst nachlesen.

Die sieben Tarife und ihre Konditionen

Die beiden Kauf-Tarife sind die einzigen mit einer eigenen öffentlichen Preisseite. „Nexi SmartPOS zum Kauf" kostet 99,00 Euro einmalig als Aktionspreis statt regulär 159,00 Euro und rechnet mit 1,39 Prozent auf girocard, Mastercard, Visa und die übrigen Zahlungsarten. 1,70 Prozent gelten für China Union Pay, Diners, Discover und JCB. Firmenkreditkarten kosten zusätzlich 1,49 Prozent vom Transaktionsumsatz. Das Transaktionsentgelt steht bei 0,00 Euro, eine monatliche Grundgebühr weist die Shop-Seite nicht aus, das Datenvolumen ist im Lieferumfang enthalten. „Nexi SoftPOS zum Kauf" liegt bei 19,95 Euro einmalig und 1,69 Prozent auf alle Kartenarten. Beide Kauf-Tarife haben keine Vertragslaufzeit.

Die fünf Miettarife arbeiten anders. Der SmartPay Einheitstarif mit ThekenPOS kostet 16,95 Euro im Monat, rechnet mit 1,29 Prozent auf girocard, Debit- und Kreditkarte und bindet 24 Monate. Die MobilePOS-Variante desselben Plans liegt bei 18,95 Euro und 1,19 Prozent, dafür über 48 Monate. Die beiden Mischtarife trennen die Kartenarten: Der ThekenPOS-Mischtarif kostet 14,95 Euro im Monat und rechnet girocard mit 0,22 Prozent ab, Debitkarten mit 1,09 Prozent und Kreditkarten mit 1,29 Prozent, bei 48 Monaten Laufzeit. Der MobilePOS-Mischtarif kostet 24,95 Euro, girocard 0,25 Prozent, Debit 1,49 Prozent, Kredit 1,69 Prozent, Bindung 24 Monate. Eine Transaktionsgebühr pro Zahlung erheben nur diese beiden Mischtarife, mit 0,05 Euro beziehungsweise 0,06 Euro. Der Tarif „Deutschland zahlt digital" liegt bei 8,95 Euro im Monat, 1,19 Prozent auf girocard, Debit und Kredit, 48 Monate.

Drei Dinge fallen beim Blick über alle sieben Tarife auf. Erstens folgen die Laufzeiten keinem sauberen Muster: Beim Einheitstarif bindet die ThekenPOS-Variante 24 Monate und die MobilePOS-Variante 48, bei den Mischtarifen ist es andersherum. Zweitens bedeutet die Spalte „international" bei den Tarifen Verschiedenes. Beim SmartPOS-Kauf sind es 1,70 Prozent für China Union Pay, Diners, Discover und JCB, während international ausgegebene Visa- und Mastercard-Karten mit 1,39 Prozent laufen. Bei den Miettarifen stehen in derselben Spalte 2,68 bis 3,18 Prozent, die auf eine andere Kartengruppe zielen. Drittens gibt es bei keinem der sieben Tarife ein Freivolumen, eine Volumenstaffel oder ein Mindestentgelt. Bei 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat gilt derselbe Prozentsatz wie bei 4.000 Euro.

Kauf oder Miete bei Nexi (Stand 27.08.2026)
Nexi SmartPOS zum KaufSmartPay Einheitstarif mit ThekenPOS
Einmalkosten Gerät99,00 € (Aktionspreis, regulär 159,00 €)nicht ausgewiesen
Grundgebühr pro Monatnicht ausgewiesen16,95 €
Disagio girocard1,39 %1,29 %
Disagio Kreditkarte1,39 %1,29 %
Disagio international1,70 % (China Union Pay, Diners, Discover, JCB)2,78 %
Transaktionsentgelt0,00 €nicht ausgewiesen
Vertragslaufzeitkeine24 Monate
Preisquelleöffentliche Shop-Seiteüber die SoftPOS-Seite bestätigt

Ob Kauf oder Miete günstiger ausfällt, hängt bei Nexi am Umsatz. Wer 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat hat und beide Tarife mit ihrem jeweiligen Standardsatz durchrechnet, zahlt beim SmartPOS-Kauf 556,00 Euro und beim Einheitstarif 516,00 Euro plus 16,95 Euro Grundgebühr, also 532,95 Euro. Die 23,05 Euro Unterschied pro Monat kaufen Sie sich mit 24 Monaten Bindung. Bei 10.000 Euro Monatsumsatz dreht sich das Bild: 139,00 Euro gegen 145,95 Euro, und der Kauf-Tarif liegt vorn, ohne dass Sie sich festlegen.

Ein Punkt gehört noch ins Kleingedruckte, bevor Sie mit Zahlen in ein Gespräch gehen.

Wer mit der 0,99-Prozent-Zahl argumentiert, argumentiert gegen ein Angebot, das es nicht mehr gibt. Auch der Aktionspreis von 99,00 Euro trägt kein Enddatum auf der Shop-Seite. Bleibt es beim regulären Preis von 159,00 Euro, zahlen Sie für dasselbe A77 rund 61 Prozent mehr.

Drei Rechenbeispiele aus dem KMU-Alltag

Das erste Beispiel ist ein Gastronomiebetrieb mit 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat und ausgewogenem Kartenmix. Der günstigste Nexi-Tarif landet in unserem Rechner bei 372,17 Euro im Monat und damit auf Rang 8 von 75 verglichenen Tarifen. Der günstigste Tarif der Liste, ein Tarif von Vert, kostet im selben Szenario 230,10 Euro. Die Differenz beträgt 142,07 Euro im Monat oder 1.704,84 Euro im Jahr. Rang 8 von 75 ist ein solider Wert, und die Lücke zur Spitze bleibt trotzdem vierstellig. Die vollständige Rangfolge für dieses Szenario finden Sie im Kartenterminal-Vergleich.

Das zweite Beispiel ist ein kleinerer Betrieb, etwa eine Bäckerei mit zwei Kassen und 12.000 Euro Kartenumsatz im Monat, der das SmartPOS kauft. 12.000 Euro mal 1,39 Prozent ergeben 166,80 Euro im Monat. Dazu kommen 99,00 Euro einmalig für das Gerät. Grundgebühr und Transaktionsentgelt fallen bei diesem Tarif nicht an, im ersten Jahr stehen also 2.100,60 Euro auf der Rechnung, ab dem zweiten Jahr 2.001,60 Euro. Für einen Betrieb dieser Größe wiegt der Verzicht auf Grundgebühr und Bindung schwerer als ein Zehntel Prozentpunkt im Disagio.

Das dritte Beispiel zeigt die Lücke zwischen Modell und Rechnung. Nehmen Sie denselben Gastronomiebetrieb mit 40.000 Euro Kartenumsatz, davon 10 Prozent über Firmenkreditkarten, also 4.000 Euro. Der Aufschlag von 1,49 Prozent auf den Transaktionsumsatz ergibt 59,60 Euro zusätzlich im Monat, 715,20 Euro im Jahr. Diesen Posten führt kein Tarifrechner, weil er in keiner Standardspalte steht. Wenn in Ihrem Kartenmix Firmenkunden vorkommen, gehört er in jede Vergleichsrechnung.

Geräte und Einmalkosten: fünf Geräte, zwei Preise zum Nachlesen

Nexi führt fünf Geräte, und nur zwei davon haben einen Kaufpreis hinterlegt. Das A77 von CCV/PAX ist ein mobiles Android-Terminal mit NFC, Chip- und Magnetkartenleser, WLAN, 4G, Bluetooth und zwei Kameras mit 2,0 und 5 Megapixel, dazu ZVT und OPI für die Kassenanbindung. Es kostet 99,00 Euro im Aktionspreis. Die zweite Kaufoption ist Tap to Pay, also SoftPOS auf dem eigenen Smartphone, für 19,95 Euro mit sechs Freimonaten. Drei weitere Geräte kommen ausschließlich über die monatliche Grundgebühr: das PAX S920 als mobiles Terminal mit Drucker, das CCV Base Next auf Basis des PAX Q80 als klassisches Thekengerät und das A920 als stationäres SmartPOS mit Android 7. Das A920 unterscheidet sich vom A77 vor allem durch den eingebauten Belegdrucker.

  • Produktabbildung CCV/PAX - A920

    CCV/PAX - A920

    SmartPOS

    ohne Gerätekauf

  • Produktabbildung CCV/PAX - Mobile Premium / PAX S920

    CCV/PAX - Mobile Premium / PAX S920

    MobilePOS

    ohne Gerätekauf

  • Produktabbildung CCV/PAX - CCV Base Next / Pax Q80

    CCV/PAX - CCV Base Next / Pax Q80

    ThekenPOS

    ohne Gerätekauf

  • Produktabbildung Tap to Pay / SoftPOS

    Tap to Pay / SoftPOS

    SoftPOS

    Kauf ab 20 €

  • Produktabbildung CCV/PAX - A77

    CCV/PAX - A77

    MobilePOS

    Kauf ab 99 €

© kartenkosten.de

Diese Bandbreite ist praktisch: Ein Betrieb mit Theke und mobilem Service kann beide Situationen mit Geräten desselben Anbieters abdecken, mit einer Abrechnung und einem Ansprechpartner. Der Preis dafür steht allerdings nur bei zwei Geräten öffentlich. Bei den drei Miet-Geräten steckt er in der Grundgebühr, und die unterscheidet sich je nach Tarif um bis zu 16,00 Euro im Monat, ohne dass Sie den Geräteanteil daran sehen.

Stärken und Schwächen aus KMU-Sicht

Auf der Habenseite steht die Funktionsabdeckung. Von zwölf geprüften Merkmalen erfüllt Nexi elf: girocard, Visa und Mastercard, American Express, Apple Pay und Google Pay, Lastschrift, DCC, Tax Free, Trinkgeldfunktion, Kassenschnittstelle, Pay by Link und MOTO. Digitale Kundenbelege fehlen als einziger Punkt. Dazu kommt bei den Kauf-Tarifen der Verzicht auf jede monatliche Fixkostenposition und auf die Bindung. Wer ein Terminal für einen Saisonbetrieb oder einen zweiten Standort braucht, kommt hier ohne Vertragsrisiko rein und wieder raus.

Auf der Sollseite steht das Drumherum. Zubehör wird bei Nexi separat berechnet und fällt in der Praxis spürbar aus. Für fünf der sieben Tarife gibt es keine Preisliste zum Nachlesen, zwei Mischtarife und der Tarif „Deutschland zahlt digital" stützen sich in unserer Datenbank auf Drittquellen mit Prüfdatum 26.12.2025. Und die 48-Monats-Bindung ist für einen Mittelständler eine lange Zeit, in der sich der Kartenmix verschiebt, ohne dass die Konditionen mitwandern. Wie sich Nexi gegen die übrigen Anbieter im deutschen Markt einordnet, steht im Anbieter-Überblick.

Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten

Nexi kennt keine Volumenstaffel und kein Freivolumen. Ein höherer Umsatz verbessert die Kondition also nicht automatisch. Er verbessert Ihre Verhandlungsposition. Weil die SmartPay-Konditionen ohnehin nicht im Klartext veröffentlicht werden, verhandeln beide Seiten ohne öffentlichen Referenzpreis, und der erste Vorschlag aus dem Vertrieb ist selten der beste. Ab etwa 1 Million Euro Kartenumsatz im Jahr lohnt sich eine Konditionsanalyse, bei der Ihre Abrechnungen der letzten drei Monate Position für Position gegen den Markt gehalten werden. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.

Häufige Fragen zu den Nexi-Gebühren

Was kostet ein Nexi-Kartenterminal im Monat?
Bei den beiden Kauf-Tarifen weist Nexi keine monatliche Grundgebühr aus, das Gerät kostet 99,00 Euro einmalig (SmartPOS, Aktionspreis) oder 19,95 Euro (SoftPOS). Die fünf Miettarife liegen zwischen 8,95 und 24,95 Euro im Monat, jeweils zuzüglich Disagio (Stand 27.08.2026).
Wie hoch ist das Disagio bei Nexi für girocard und Kreditkarte?
Beim Tarif „Nexi SmartPOS zum Kauf" gelten 1,39 Prozent für girocard, Mastercard, Visa und die übrigen Zahlungsarten sowie 1,70 Prozent für China Union Pay, Diners, Discover und JCB. Die Miettarife bewegen sich zwischen 0,22 Prozent auf girocard im Mischtarif und 1,69 Prozent auf Kreditkarte.
Hat Nexi eine Mindestvertragslaufzeit?
Die beiden Kauf-Tarife haben keine Vertragslaufzeit. Die fünf Miettarife binden je nach Plan und Gerät 24 oder 48 Monate (Stand 27.08.2026).
Lohnt sich bei Nexi der Kauf des Terminals oder die Miete?
Bei kleineren Umsätzen liegt der Kauf-Tarif vorn, weil weder Grundgebühr noch Bindung anfallen und nur 99,00 Euro einmalig fällig werden. Ab etwa 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat kann der Einheitstarif mit 1,29 Prozent trotz 16,95 Euro Grundgebühr günstiger rechnen, kostet dafür aber 24 Monate Bindung.
Was hat Nexi mit Concardis zu tun?
Nexi ist in Deutschland aus Concardis hervorgegangen und tritt als klassischer Acquirer mit eigenem Terminal- und Abrechnungsangebot auf. Die Konditionen der SmartPay-Miettarife veröffentlicht Nexi nicht im Klartext, Stand 27.08.2026.

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Porträtfoto von Robert Hoffmann, Gründer von KartenKosten.de

Robert Hoffmann

Geschäftsführung · Acquirer-Hintergrund

CEO bei Concardis, Nets und 1&1. Bringt diese Anbieter-Perspektive heute in die Mandate ein.

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