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Nexi Gebühren 2026: gute Geräte, kompliziertes Tarifwerk
Nexi führt zwölf Terminalmodelle und erfüllt elf von zwölf geprüften Merkmalen. Die Konditionen: 1,39 Prozent und 99 Euro einmalig beim SmartPOS-Kauf, in der Miete 15 Euro im Monat, 1,19 Prozent und 48 Monate Bindung.
Moderne Smart-POS und viele Features, aber vergleichsweise teuer und kompliziert

Nexi verlangt für den Tarif „Nexi SmartPOS zum Kauf" derzeit 99,00 Euro einmalig für das Terminal und 1,39 Prozent Disagio auf girocard, Mastercard, Visa und die übrigen Zahlungsarten, bei 0,00 Euro Transaktionsentgelt und ohne Vertragslaufzeit (Shop-Seite, geprüft am 05.10.2026). Wer das Terminal mietet, zahlt 15 Euro im Monat und 1,19 Prozent auf girocard, Debit- und Kreditkarten und bindet sich für 48 Monate. Diese Mietkonditionen gelten laut Nexi als Aktion bis 31.10.2026. Was danach gilt, sagt Nexi nicht. Technisch bekommen Sie bei Nexi viel: zwölf Terminalmodelle und elf von zwölf geprüften Merkmalen. Bezahlt wird das über ein Tarifwerk aus Kauf, Miete und Einsteigerangebot, dessen Angaben sich zwischen den Nexi-Seiten teils widersprechen.
Was Nexi im deutschen Markt ist
Nexi ist ein klassischer Acquirer und in Deutschland aus Concardis hervorgegangen. Das Unternehmen liefert Terminal, Abrechnung und Kartenakzeptanz aus einer Hand, und es tritt entsprechend mit einem breiten Produktbaukasten auf. Für einen Betrieb, der ein bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Funktion braucht, ist das eine gute Ausgangslage. Für einen Betrieb, der einfach nur wissen will, was die Kartenzahlung kostet, ist es eine Zumutung an Recherchearbeit.
Alle Preise und Konditionen in diesem Beitrag haben den Stand 05.10.2026. Sie stammen aus unserer Tarifdatenbank und aus der Prüfung der Nexi-Seiten an diesem Tag. KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter. Wir verhandeln Konditionen für Betriebe und werden aus einem Anteil der realisierten Ersparnis bezahlt. Die Angaben zum SmartPOS-Tarif können Sie auf der Nexi-Shop-Seite zum A77 selbst nachlesen.
Die Tarife und ihre Konditionen
Die beiden Kauf-Tarife haben je eine eigene Seite im Nexi-Shop. „Nexi SmartPOS zum Kauf" kostet 99,00 Euro einmalig als Aktionspreis statt regulär 159,00 Euro und rechnet mit 1,39 Prozent auf girocard, Mastercard, Visa und die übrigen Zahlungsarten. 1,70 Prozent gelten für China Union Pay, Diners, Discover und JCB. Firmenkreditkarten kosten zusätzlich 1,49 Prozent vom Transaktionsumsatz. Das Transaktionsentgelt steht bei 0,00 Euro, eine monatliche Grundgebühr weist die Shop-Seite nicht aus, das Datenvolumen ist im Lieferumfang enthalten. „Nexi SoftPOS zum Kauf" liegt bei 19,95 Euro einmalig und 1,69 Prozent auf alle unterstützten Karten. Eine girocard nimmt die Smartphone-Lösung nur mit Co-Badge an, die Zahlung läuft dann über das internationale System auf der Karte. Beide Kauf-Tarife haben keine Vertragslaufzeit.
Zur Miete bietet Nexi heute zwei Pakete im Shop an. „SmartPay für unterwegs" mit dem A77 kostet 15 Euro im Monat und 1 Euro einmalig für die Bereitstellung und rechnet mit 1,19 Prozent auf girocard sowie Debit- und Kreditkarten von Mastercard und Visa. Das „SmartPay Komplettpaket" mit dem Nexi SmartPOS DX8000 kostet laut Produktseite ebenfalls 15 Euro im Monat. Beide Pakete binden 48 Monate. Fixe Transaktionskosten und einen Mindestumsatz gibt es laut Nexi nicht, die SoftPOS-Lizenz kommt in der Aktion kostenlos dazu. Der Tarif „Deutschland zahlt digital" ist ein Sonderfall. Zwölf Monate lang fallen weder Terminalgebühr noch Disagio an, solange der Kartenumsatz 50.000 Euro nicht übersteigt. Danach kostet der Tarif 8,95 Euro im Monat und 1,19 Prozent, bei 48 Monaten Laufzeit insgesamt. Teilnehmen können nur Betriebe, die mindestens zwölf Monate bestehen und in den letzten zwölf Monaten keine Karten angenommen haben. Eine girocard nimmt das Terminal nur mit Co-Badge an, die Zahlung läuft dann über Visa, Mastercard, Maestro oder V PAY. Im Szenario unseres Rechners mit 55 Prozent girocard-Anteil lässt sich der Tarif deshalb nicht rechnen.
Drei Dinge fallen beim Blick über die Nexi-Tarife auf. Erstens sind die Laufzeiten heute einheitlich: Die Mietpakete und „Deutschland zahlt digital" binden 48 Monate, die Kauf-Tarife gar nicht. Zweitens steht der Satz für Karten, die außerhalb des EWR ausgestellt wurden, auf keiner Shop-Seite. Ihn nennt erst das Preis- und Leistungsverzeichnis der Nexi (Stand 01.05.2026): 1,49 Prozent zusätzlich zum Disagio. Laut AGB gelten dessen Entgelte neben dem vereinbarten Disagio. Unser Rechner setzt für internationale Karten deshalb 2,68 Prozent in der Miete und 2,88 Prozent beim SmartPOS-Kauf an. Die 1,70 Prozent der Kauf-Seite betreffen nur China Union Pay, Diners, Discover und JCB. Drittens veröffentlicht Nexi weder eine Volumenstaffel noch ein Freivolumen. Das Kleingedruckte der Aktion sagt nur, die konkrete Höhe des Disagios ergebe sich aus der vertraglich vereinbarten Umsatzstufe. Die Stufen nennt Nexi nicht. Öffentlich gilt bei 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat derselbe Prozentsatz wie bei 4.000 Euro.
| Nexi SmartPOS zum Kauf | SmartPay für unterwegs (Miete) | |
|---|---|---|
| Einmalkosten Gerät | 99,00 € (Aktionspreis, regulär 159,00 €) | 1,00 € (Bereitstellung) |
| Grundgebühr pro Monat | nicht ausgewiesen | 15,00 € |
| Disagio girocard | 1,39 % | 1,19 % |
| Disagio Kreditkarte | 1,39 % | 1,19 % |
| Disagio international | 2,88 % (1,39 % plus 1,49 % laut Preisverzeichnis), 1,70 % für China Union Pay, Diners, Discover, JCB | 2,68 % (1,19 % plus 1,49 % laut Preisverzeichnis) |
| Transaktionsentgelt | 0,00 € | keine |
| Vertragslaufzeit | keine | 48 Monate |
| Preisquelle | Shop-Seite und Preisverzeichnis | Shop-Seite (Aktion bis 31.10.2026) und Preisverzeichnis |
Ob Kauf oder Miete günstiger ausfällt, hängt bei Nexi am Umsatz. Die Miete spart 0,20 Prozentpunkte Disagio und kostet dafür 15,00 Euro Terminalgebühr im Monat. Ohne Einmalkosten gerechnet liegt die Grenze damit bei 7.500 Euro Kartenumsatz im Monat. Wer 40.000 Euro Kartenumsatz hat, zahlt im Gastronomie-Szenario unseres Rechners beim SmartPOS-Kauf 594,05 Euro und in der Miete 520,83 Euro im Monat. Die 73,22 Euro Unterschied pro Monat kaufen Sie sich mit 48 Monaten Bindung. Bei 5.000 Euro Monatsumsatz dreht sich das Bild: 69,50 Euro gegen 74,50 Euro, und der Kauf-Tarif liegt vorn, ohne dass Sie sich festlegen.
Ein Punkt gehört noch ins Kleingedruckte, bevor Sie mit Zahlen in ein Gespräch gehen.
Wer mit der 1,19-Prozent-Zahl verhandelt, sollte drei Punkte schriftlich klären: ob der Satz für die gesamten 48 Monate gilt, wenn Sie innerhalb der Aktion abschließen, welcher Satz bei einem Abschluss nach dem 31.10.2026 greift und welche Entgelte aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis zusätzlich anfallen. Dort stehen neben den 1,49 Prozent für Karten von außerhalb des EWR weitere Posten zuzüglich zum Disagio, etwa 0,36 Prozent auf Mastercard- und Maestro-Zahlungen in Deutschland. Die Shop-Seiten beantworten keine der drei Fragen. Auch der Aktionspreis von 99,00 Euro für das A77 trägt kein Enddatum auf der Shop-Seite. Bleibt es beim regulären Preis von 159,00 Euro, zahlen Sie für dasselbe A77 rund 61 Prozent mehr.
Drei Rechenbeispiele aus dem KMU-Alltag
Das erste Beispiel ist ein Gastronomiebetrieb mit 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat und ausgewogenem Kartenmix. Der günstigste Nexi-Tarif, die Miete mit dem A77, landet in unserem Rechner bei 520,83 Euro im Monat und damit auf Rang 12 der verglichenen Tarife. Der günstigste Tarif der Liste, das Angebot „Deutschland zahlt digital" von Vert, kostet im selben Szenario 251,19 Euro, steht aber nur Betrieben offen, die in den letzten zwölf Monaten keine Karten angenommen haben. Die Differenz beträgt 269,64 Euro im Monat oder 3.235,68 Euro im Jahr. Zum günstigsten Tarif ohne diese Bedingung, einem SumUp-Tarif für 349,83 Euro, sind es 171,00 Euro im Monat. Rang 12 ist ein ordentlicher Wert, und die Lücke zur Spitze bleibt trotzdem vierstellig. Die vollständige Rangfolge für dieses Szenario finden Sie im Kartenterminal-Vergleich.
Das zweite Beispiel ist ein kleinerer Betrieb, etwa eine Bäckerei mit zwei Kassen und 12.000 Euro Kartenumsatz im Monat, der das SmartPOS kauft. 12.000 Euro mal 1,39 Prozent ergeben 166,80 Euro im Monat. Dazu kommen 99,00 Euro einmalig für das Gerät. Grundgebühr und Transaktionsentgelt fallen bei diesem Tarif nicht an, im ersten Jahr stehen also 2.100,60 Euro auf der Rechnung, ab dem zweiten Jahr 2.001,60 Euro. Die Miete käme bei diesem Umsatz zu den Aktionskonditionen auf 157,80 Euro im Monat, also 9,00 Euro weniger, bindet aber 48 Monate. Für einen Betrieb dieser Größe wiegt der Verzicht auf Grundgebühr und Bindung schwerer als zwei Zehntel Prozentpunkte im Disagio.
Das dritte Beispiel zeigt die Lücke zwischen Modell und Rechnung. Nehmen Sie denselben Gastronomiebetrieb mit 40.000 Euro Kartenumsatz, davon 10 Prozent über Firmenkreditkarten, also 4.000 Euro. Der Aufschlag von 1,49 Prozent auf den Transaktionsumsatz ergibt 59,60 Euro zusätzlich im Monat, 715,20 Euro im Jahr. Diesen Posten führt kein Tarifrechner, weil er in keiner Standardspalte steht. Wenn in Ihrem Kartenmix Firmenkunden vorkommen, gehört er in jede Vergleichsrechnung.
Geräte und Einmalkosten: zwölf Geräte, zwei Preise zum Nachlesen
Nexi listet auf seiner Geräteseite zwölf Terminals, vom SmartPOS über mobile und stationäre Geräte bis zu Modellen für den unbedienten Einsatz. Einen Preis nennt der Shop nur für zwei davon. Das A77 von CCV/PAX ist ein mobiles Android-Terminal mit NFC, Chip- und Magnetkartenleser, WLAN, 4G, Bluetooth und zwei Kameras mit 2,0 und 5 Megapixel, dazu ZVT und OPI für die Kassenanbindung. Es kostet 99,00 Euro im Aktionspreis oder 15 Euro Miete im Monat. Das Nexi SmartPOS DX8000 gibt es im Shop nur zur Miete, im Komplettpaket. Es unterscheidet sich vom A77 vor allem durch den eingebauten Belegdrucker. Ohne eigenes Terminal kommt Tap to Pay aus, also SoftPOS auf dem eigenen Android-Smartphone, für 19,95 Euro einmalig. Das Mobile Premium schließlich gibt Nexi im Angebot „Deutschland zahlt digital" aus.

CCV - Mobile Premium
MobilePOS
ohne Gerätekauf

CCV - A77
MobilePOS
Kauf ab 1 €

Tap to Pay
SoftPOS
Kauf ab 20 €
Diese Bandbreite ist praktisch: Ein Betrieb mit Theke und mobilem Service kann beide Situationen mit Geräten desselben Anbieters abdecken, mit einer Abrechnung und einem Ansprechpartner. Der Preis dafür steht allerdings nur bei zwei Geräten öffentlich. Das Kleingedruckte der Aktion nennt die 15 Euro Terminalgebühr zwar auch für DeskPOS-Geräte an der Theke. An Terminals lassen sich im Shop aber nur das A77 und das DX8000 bestellen, für alle übrigen Modelle bleibt die Angebotsanfrage.
Stärken und Schwächen aus KMU-Sicht
Auf der Habenseite steht die Funktionsabdeckung. Von zwölf geprüften Merkmalen erfüllt Nexi elf: girocard, Visa und Mastercard, American Express, Apple Pay und Google Pay, Lastschrift, DCC, Tax Free, Trinkgeldfunktion, Kassenschnittstelle, Pay by Link und MOTO. Digitale Kundenbelege fehlen als einziger Punkt. Dazu kommt bei den Kauf-Tarifen der Verzicht auf jede monatliche Fixkostenposition und auf die Bindung. Wer ein Terminal für einen Saisonbetrieb oder einen zweiten Standort braucht, kommt hier ohne Vertragsrisiko rein und wieder raus.
Auf der Sollseite steht das Drumherum. Zubehör wird bei Nexi separat berechnet und fällt in der Praxis spürbar aus. Die Nexi-Seiten widersprechen sich im Detail: Die FAQ der Geräteseite nennt für das A77 zum Kauf 1,19 Prozent Disagio, die Shop-Seite 1,39 Prozent, und das Komplettpaket steht in der Shop-Übersicht mit ab 19 Euro im Monat, auf der Produktseite mit 15 Euro. Maßgeblich ist am Ende der Vertrag. Und die 48-Monats-Bindung ist für einen Mittelständler eine lange Zeit, in der sich der Kartenmix verschiebt, ohne dass die Konditionen mitwandern. Wie sich Nexi gegen die übrigen Anbieter im deutschen Markt einordnet, steht im Anbieter-Überblick.
Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten
Eine Volumenstaffel veröffentlicht Nexi nicht. Ein höherer Umsatz verbessert die Kondition also nicht automatisch. Er verbessert Ihre Verhandlungsposition. Weil Nexi die Umsatzstufen nicht offenlegt, verhandeln beide Seiten unterhalb der 1,19 Prozent ohne öffentlichen Referenzpreis, und der erste Vorschlag aus dem Vertrieb ist selten der beste. Ab etwa 1 Million Euro Kartenumsatz im Jahr lohnt sich eine Konditionsanalyse, bei der Ihre Abrechnungen der letzten drei Monate Position für Position gegen den Markt gehalten werden. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.
Häufige Fragen zu den Nexi-Gebühren
Was kostet ein Nexi-Kartenterminal im Monat?
Wie hoch ist das Disagio bei Nexi für girocard und Kreditkarte?
Hat Nexi eine Mindestvertragslaufzeit?
Lohnt sich bei Nexi der Kauf des Terminals oder die Miete?
Was hat Nexi mit Concardis zu tun?
Verwandte Begriffe
- AcquiringAcquiring ist die Abwicklung von Kartenzahlungen auf Händlerseite: Der Acquirer reicht Transaktionen bei den Kartennetzwerken ein und schreibt dem Händler den Umsatz gut.
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- Vertragslaufzeit / KündigungsfristLaufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung entscheiden, ab wann bessere Konditionen überhaupt greifen können: oft der unterschätzteste Posten im Acquiring-Vertrag.
- KonditionsanalyseDie Konditionsanalyse prüft bestehende Kartenabrechnungen Posten für Posten, bewertet das effektive Disagio gegen den Kartenmix und beziffert das konkrete Einsparpotenzial in Euro.