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Glossar

MIF (Multilateral Interchange Fee)

Die MIF ist der multilateral festgelegte Standard-Interchange-Satz von Visa/Mastercard, der gilt, wenn Issuer und Acquirer keinen eigenen Satz vereinbart haben.

Aktualisiert am

MIF steht für Multilateral Interchange Fee, den von einem Kartennetzwerk (Visa, Mastercard) multilateral festgelegten Interchange-Satz. Er greift als Standardwert immer dann, wenn Issuer und Acquirer für eine Transaktion keinen bilateral ausgehandelten Satz haben, also im Regelfall.

In der Praxis sind „MIF“ und „Interchange“ für den Händler nahezu deckungsgleich: Die MIF ist die konkrete, vom Netzwerk veröffentlichte Tabelle, aus der sich der Interchange-Anteil je Kartentyp ergibt. Für EWR-Verbraucherkarten sind diese Sätze durch die EU-Regulierung auf 0,2 % (Debit) bzw. 0,3 % (Kredit) begrenzt.

Die MIF stand jahrelang im Zentrum wettbewerbsrechtlicher Verfahren der EU-Kommission gegen Visa und Mastercard; die heutigen Deckel sind das Ergebnis. Für die Vertragsverhandlung ist relevant: Die MIF selbst ist nicht verhandelbar, wohl aber die Acquirer-Marge obendrauf und das Preismodell, in dem die MIF erscheint.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen MIF und Interchange?
Für den Händler sind beide nahezu deckungsgleich. Die MIF ist die konkrete Entgelttabelle, der Interchange der daraus resultierende Kostenanteil je Transaktion.
Ist die MIF verhandelbar?
Nein. Verhandelbar sind nur die Acquirer-Marge und das Preismodell, in dem die MIF erscheint.

Auch genannt

Multilateral Interchange Fee · multilaterales Interbankenentgelt

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