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Bezahlexperten: 17,97 € Grundgebühr, 24 Monate Bindung
Bezahlexperten startet bei 17,97 € Grundgebühr und 0,25 % girocard-Disagio. Was die drei Tarife im Monat wirklich kosten, warum alle 24 Monate laufen und ab wann sich Nachverhandeln lohnt.
- Disagio ab
- 0,25 %
- Grundgebühr ab
- 18 €
- Tarife im Rechner
- 3
Konditionen geprüft am 23.08.2026

Bezahlexperten verlangt für das günstigste Terminalpaket 17,97 € Grundgebühr im Monat, 24,99 € einmalig für das Gerät und 0,25 % Disagio auf jede girocard-Zahlung (Stand 23.08.2026). Im Modellfall Gastronomie mit 40.000 € Kartenumsatz pro Monat summiert sich das im günstigsten Tarif auf 390,29 €, Rang 10 von 75 geprüften Tarifen. Der Einstieg ist also scharf kalkuliert. Zwei Punkte gehören daneben: Alle drei bei uns erfassten Tarife binden Sie 24 Monate, und unsere Anbieter-Einschätzung führt die Rezensionslage als Schwachpunkt.
Wer hinter Bezahlexperten steht
Bezahlexperten arbeitet als Reseller. Alle drei Terminals, die wir dem Anbieter zuordnen, sind Verifone-Geräte, und die Preisseite verweist für rechtliche Unterlagen auf das Download-Center von Verifone. Eigene Hardware ist in unserer Erfassung nicht hinterlegt. Die Preisstruktur rund um das Gerät ist damit der Teil, den Sie vor einem Abschluss prüfen sollten.
Ein Wort zur Datenlage, bevor die Zahlen kommen. Sämtliche Werte in diesem Beitrag stammen aus unserer Tarifdatenbank mit dem Prüfdatum 23.08.2026. Beim erneuten Abruf am 27.08.2026 war ein Abgleich mit der Website nicht möglich: Auf der Seite mit den Preisverzeichnissen von Bezahlexperten steht keine einzige Zahl im Seitentext, sämtliche Konditionen liegen in zwei PDF-Dokumenten zum Download. Wir konnten deshalb am 27.08.2026 keinen der hier genannten Werte live bestätigen oder widerlegen. KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter.
Was die drei Tarife kosten
Drei Pakete sind im Rechner aktiv: ThekenPOS für 17,97 € im Monat, MobilePOS und SmartPOS für je 18,97 €. Das Terminal kostet in allen drei Fällen 24,99 € einmalig, verpflichtende Zusatzmodule sind bei keinem Tarif erfasst. Das Disagio richtet sich nach der Kartenart: 0,25 % auf girocard, 0,89 % auf Debitkarten, 1,19 % auf Kreditkarten und 1,90 % auf internationale Karten. Dazu kommt eine Transaktionsgebühr von 0,09 € je Zahlung, unabhängig von Betrag und Kartenart.
Was in unseren Daten fehlt, ist für die Einordnung ebenso wichtig. Eine Volumenstaffel ist bei keinem der drei Tarife hinterlegt, weder ein Inklusiv-Volumen noch ein Aufschlag ab einer Umsatzschwelle. Ob die PDF-Preisverzeichnisse Staffeln führen, war am 27.08.2026 nicht prüfbar. Ein Mindest-Transaktionsentgelt ist bei uns ebenfalls nicht erfasst; das ist eine Lücke in den Daten und kein Beleg dafür, dass es keines gibt. Aktionspreise oder befristete Promotions führt der Anbieter in unserer Erfassung nicht.
| ThekenPOS | SmartPOS | |
|---|---|---|
| Terminal | Verifone V400c | Verifone T650p |
| Grundgebühr je Monat | 17,97 € | 18,97 € |
| Disagio girocard | 0,25 % | 0,25 % |
| Disagio Kreditkarte | 1,19 % | 1,19 % |
| Entgelt je Zahlung | 0,09 € | 0,09 € |
| Einmalkosten Gerät | 24,99 € | 24,99 € |
| Vertragslaufzeit | 24 Monate | 24 Monate |
Fünf von sieben Zeilen sind deckungsgleich; neben dem Gerät trennt allein die Grundgebühr die beiden Varianten, und zwar um 1,00 € im Monat oder 24,00 € über die gesamte Laufzeit. Der Preis je Kartenzahlung hängt bei Bezahlexperten allein von der Kartenart ab, das gebuchte Paket ändert daran nichts. Wer beim Disagio sparen möchte, findet innerhalb dieses Portfolios keinen Hebel. Die Tarifwahl entscheidet über die Bauart des Terminals und über einen Euro Grundgebühr.
Bei der Vertragslaufzeit gehen Werbung und unsere Erfassung auseinander. Die Website wirbt damit, Terminals seien auch ohne feste Laufzeit zu haben. Die drei Tarife, die uns vorliegen, tragen durchgehend 24 Monate. Ein laufzeitfreier Tarif ist bei uns nicht hinterlegt. Ob es ihn gibt, zu welchem Preis und mit welchen Disagio-Sätzen, konnten wir am 27.08.2026 nicht klären.
Ein zweiter Punkt gehört auf denselben Zettel für das Erstgespräch. Bezahlexperten führt zwei getrennte Preisverzeichnisse, eines für Abschlüsse bis zum 30.05.2025 und eines für Abschlüsse ab dem 01.06.2025. Welches davon den bei uns erfassten Werten zugrunde liegt, ist nicht dokumentiert. Fragen Sie deshalb ausdrücklich nach, nach welchem Verzeichnis Ihr Vertrag abgerechnet wird, und lassen Sie sich die Antwort in den Vertragsunterlagen zeigen.
Drei Rechnungen mit den erfassten Sätzen
Erstes Beispiel, eine Bäckerei mit 15.000 € Kartenumsatz im Monat und 1.500 Kartenzahlungen, angenommener Mix 80 % girocard und 20 % Debitkarten. Auf 12.000 € girocard-Umsatz fallen 0,25 % an, also 30,00 €. Auf 3.000 € Debitumsatz 0,89 %, also 26,70 €. Die 1.500 Zahlungen kosten je 0,09 €, zusammen 135,00 €. Mit 17,97 € Grundgebühr ergibt das 209,67 € im Monat oder 1,40 % vom Kartenumsatz. Bei einem Durchschnittsbon von 10 € ist das Entgelt je Zahlung damit der größte Kostenblock.
Zweites Beispiel, ein Hotel mit 50.000 € Kartenumsatz und 1.000 Zahlungen im Monat, angenommener Mix 15 % girocard, 25 % Debit-, 40 % Kredit- und 20 % internationale Karten. Das ergibt 18,75 € auf girocard, 111,25 € auf Debitkarten, 238,00 € auf Kreditkarten und 190,00 € auf internationale Karten, zusammen 558,00 € Disagio. Dazu 90,00 € für die Zahlungen und 18,97 € Grundgebühr im SmartPOS-Tarif: 666,97 € im Monat, 1,33 % vom Umsatz. Der Kartenmix verschiebt die Rechnung deutlich stärker als die Wahl des Pakets.
Drittes Beispiel, unser Rechner-Szenario: ein Gastronomiebetrieb mit 40.000 € Kartenumsatz im Monat und ausgewogenem Kartenmix. Im günstigsten Bezahlexperten-Tarif kommt er auf 390,29 € Gesamtkosten pro Monat. Das ist der zehntgünstigste von 75 geprüften Tarifen. Der günstigste Tarif der Liste, Vert, liegt im selben Szenario bei 230,10 €. Die Differenz von 160,19 € im Monat summiert sich über 24 Monate Bindung auf 3.844,56 €. Alle Ergebnisse dieses Szenarios stehen im Kartenterminal-Vergleich.
Geräte und Einmalkosten
Alle drei Terminals kosten dasselbe: 24,99 € einmalig. Der Verifone V400c ist das Thekengerät und in unserer Erfassung das einzige Modell mit LAN- und WLAN-Anschluss. Für den Verifone V400m, das mobile Gerät, sind NFC, Chip, Magnetstreifen, die Schnittstellen ZVT und OPI sowie ein Drucker hinterlegt. Der Verifone T650p ist das einzige Android-Terminal im Portfolio, mit WLAN, 4G, Bluetooth und zwei Kameras.

Verifone - V400c
ThekenPOS
Kauf ab 25 €

Verifone - V400m
MobilePOS
Kauf ab 25 €

Verifone - T650p
SmartPOS
Kauf ab 25 €
Drei Modelle sind eine schmale Auswahl, und in unseren Daten sind für Bezahlexperten nur diese drei Bauarten erfasst: ein Thekengerät, ein mobiles Gerät, ein Android-Terminal. Brauchen Sie eine andere Bauart, etwa für den Selbstbedienungsbereich, finden Sie dazu in unserer Erfassung nichts und sollten früh im Gespräch danach fragen. Für einen Betrieb mit zwei oder drei gleichartig ausgestatteten Standorten reicht die Auswahl aus. Sobald Kassenplatz, Außenbereich und Lieferdienst unterschiedliche Geräte verlangen, wird sie eng.
Stärken und Schwächen aus KMU-Sicht
Die Preisstruktur selbst ist übersichtlich: eine Grundgebühr, feste Disagio-Sätze für girocard, Debit-, Kredit- und internationale Karten, ein Entgelt je Zahlung, keine Staffeln. Wer diese Zahlen kennt, kann seine Monatsrechnung nachrechnen, und das gelingt bei pauschal kalkulierten Paketen längst nicht immer. Der Haken sitzt eine Ebene davor. Auf der Website steht keine dieser Zahlen im Seitentext; Sie müssen zwei PDF-Dokumente herunterladen, um überhaupt an die Preisstruktur zu kommen. Klarheit der Struktur und Auffindbarkeit der Zahlen sind hier zwei verschiedene Dinge.
Auf der Gegenseite stehen das Preisniveau, das kleine Terminalangebot und der Service, den wir als eingeschränkt einordnen. Beim Preisniveau lohnt der genaue Blick: Im Modellfall landet Bezahlexperten unter den zehn günstigsten von 75 Tarifen und liegt trotzdem 160,19 € im Monat über dem günstigsten Tarif der Liste. Die Einstiegskonditionen sind scharf kalkuliert, ohne die Spitze des Feldes zu erreichen. Dazu kommt die Rezensionslage, die wir in unserer Anbieter-Einschätzung als schwach führen; 24 Monate Bindung wiegen schwerer, wenn Sie sich im Störfall auf den Support verlassen müssen. Im Funktionskatalog fehlt einzig Pay by Link, was für Betriebe mit Fernabsatz- oder Vorkasse-Anteil eine spürbare Lücke ist. Wie sich der Anbieter gegen das übrige Feld einordnet, zeigt unser Anbieter-Überblick.
Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten
Individualkonditionen sind bei uns für Bezahlexperten nicht hinterlegt. Die Preisseite verweist Interessenten für individualisierte Informationen auf die Kontaktaufnahme, ein Gespräch über die Konditionen ist also vorgesehen. Gehen Sie mit eigenen Zahlen hinein: Kartenumsatz der letzten drei Monate, Anzahl der Zahlungen und der Anteil von girocard, Debit-, Kredit- und internationalen Karten. Ohne diese Angaben lässt sich kein Angebot sauber gegen ein anderes stellen.
Ab etwa 1 Mio € Kartenumsatz im Jahr rechnet sich eine strukturierte Konditionsanalyse. In dieser Größenordnung wiegen die Disagio-Sätze und das Entgelt je Zahlung deutlich schwerer als die Grundgebühr: 0,1 Prozentpunkte auf 1 Mio € Umsatz sind 1.000 € im Jahr. Wir prüfen den bestehenden Vertrag gegen den Markt, rechnen die Alternativen mit Ihrem eigenen Kartenmix durch und verhandeln nach. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.
Häufige Fragen zu Bezahlexperten
Was kostet ein Kartenterminal bei Bezahlexperten im Monat?
Gibt es bei Bezahlexperten einen Tarif ohne feste Laufzeit?
Welches Disagio zahlt man bei Bezahlexperten?
Welche Terminals bietet Bezahlexperten an?
Lohnt sich Bezahlexperten für einen Gastronomiebetrieb mit hohem Kartenumsatz?
Verwandte Begriffe
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- Vertragslaufzeit / KündigungsfristLaufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung entscheiden, ab wann bessere Konditionen überhaupt greifen können: oft der unterschätzteste Posten im Acquiring-Vertrag.
- KonditionsanalyseDie Konditionsanalyse prüft bestehende Kartenabrechnungen Posten für Posten, bewertet das effektive Disagio gegen den Kartenmix und beziffert das konkrete Einsparpotenzial in Euro.
- AcquiringAcquiring ist die Abwicklung von Kartenzahlungen auf Händlerseite: Der Acquirer reicht Transaktionen bei den Kartennetzwerken ein und schreibt dem Händler den Umsatz gut.