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TeleCash Gebühren: der erste Acquirer-Vertrag nach dem Fintech
Der Aktionstarif von TeleCash stellt zwölf Monate kostenfrei und rechnet danach mit 1,00 Prozent auf Zahlungen mit Visa, Mastercard, Maestro und V PAY ab. Wer schon per Fintech-Terminal kassiert, muss die Konditionen anfragen.
Top Angebot für mittlere und große Händler

TeleCash rechnet im Aktionstarif „Deutschland zahlt digital“ ab dem 13. Monat mit einer Autorisierungsgebühr von 1,00 Prozent auf Zahlungen mit Maestro, Mastercard, Visa und V PAY ab, dazu kommen 9,90 Euro Terminalmiete für das Verifone T650p. Die ersten zwölf Monate stellt der Anbieter kostenfrei, die Bindung läuft über 36 Monate. Die Aktion gilt nur für Betriebe, die in den letzten zwölf Monaten kein Kartenterminal genutzt haben. Wer vom Fintech-Terminal auf den ersten Vertrag bei einem klassischen Acquirer wechselt, bekommt ein individuelles Angebot und tauscht eine monatlich kündbare Lösung gegen eine Laufzeit, die laut TeleCash grundsätzlich mindestens 48 Monate beträgt. Für diesen Fall veröffentlicht TeleCash nur die Terminalgebühr der Clover-Geräte, die Disagio-Sätze stehen erst im Angebot.
Vom Fintech-Terminal zum ersten Acquirer-Vertrag
TeleCash gehört zur Konzernmutter Fiserv und betreibt Acquiring für Händler in Deutschland. Die Preislogik unterscheidet sich von dem, was Betriebe aus dem Fintech-Lager gewohnt sind: Dort läuft die Abrechnung meist über einen Pauschalsatz je Zahlung, ohne monatliche Grundgebühr und ohne feste Laufzeit. Ein klassischer Acquirer staffelt die Sätze nach Kartenart, setzt eine Grundgebühr an und bindet den Vertrag über Jahre. Im Gegenzug sind die Konditionen verhandelbar. Genau an dieser Schwelle steht ein Betrieb, der aus dem Fintech-Modell herauswächst.
Die Konditionen des Aktionstarifs haben wir am 05.10.2026 auf der Aktionsseite von TeleCash geprüft. KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter. Für die Clover-Terminals nennt TeleCash auf einer eigenen Aktionsseite nur die monatliche Terminalgebühr. Disagio, Entgelt je Zahlung und Einrichtungsgebühr stehen auf keiner Seite des Anbieters. Einen Clover-Tarif führen wir deshalb nicht im Rechner.
Aktionstarif und individuelles Angebot
Im Rechner steht ein TeleCash-Tarif. „Deutschland zahlt digital“ ist das Einstiegsangebot: In den ersten zwölf Monaten fallen laut Aktionsseite keine Terminalmiete, keine Transaktionskosten und keine monatlichen Fixkosten an. Ab dem 13. Monat greift eine Autorisierungsgebühr von 1,00 Prozent für Zahlungen mit Maestro, Mastercard, Visa und V PAY. girocard nimmt das Terminal laut TeleCash an, einen eigenen Satz dafür nennt die Aktionsseite nicht; unser Rechner setzt auch hier 1,00 Prozent an. Dazu kommen 9,90 Euro Miete für das mobile T650p inklusive SIM-Karte. Die Bindung läuft 36 Monate, das Aktionsjahr deckt ein Drittel davon ab. Teilnehmen dürfen laut TeleCash nur Betriebe, die in den letzten zwölf Monaten kein EC-Gerät genutzt haben.
Alle anderen Betriebe, auch der Umsteiger vom Fintech-Terminal, bekommen von TeleCash ein individuelles Angebot. Veröffentlicht ist dafür nur die monatliche Terminalgebühr der Clover-Geräte: Auf seiner Aktionsseite streicht TeleCash für den Clover Flex und den Clover Mini 25,90 Euro durch und setzt 12,95 Euro je Gerät an. Der halbe Preis gilt nur beim Kauf eines Gerätepaares und solange der Vorrat reicht, dann aber über die gesamte Laufzeit. Weitere Preise für das Clover-Angebot veröffentlicht TeleCash nicht. Die Vertragslaufzeit beträgt laut FAQ grundsätzlich mindestens 48 Monate, soweit nichts anderes vereinbart wurde. Ohne Kündigung drei Monate vor Ablauf verlängert sich der Vertrag um jeweils zwölf Monate.
| Deutschland zahlt digital | Clover-Angebot | |
|---|---|---|
| Grundgebühr pro Monat | 9,90 € Terminalmiete ab Monat 13 | 25,90 € Terminalgebühr Clover Flex, im Doppelpack 12,95 € je Gerät |
| Einmalkosten | keine | nicht veröffentlicht |
| girocard | 1,00 % | nicht veröffentlicht |
| Debitkarten | 1,00 % | nicht veröffentlicht |
| Kredit- und Auslandskarten | 1,00 % | nicht veröffentlicht |
| Entgelt je Transaktion | keines | nicht veröffentlicht |
| Vertragslaufzeit | 36 Monate | mindestens 48 Monate, soweit nicht anders vereinbart |
| Terminal | Verifone T650p | Clover Flex, Mini oder Pocket |
| Zuletzt geprüft | 05.10.2026, Aktionsseite | 05.10.2026, Clover-Aktionsseite und FAQ |
Für einen direkten Vergleich fehlt damit die Hälfte der Rechnung, Sie brauchen die Sätze aus Ihrem Angebot. Bei einem girocard-lastigen Kartenmix zählt dort vor allem der girocard-Satz. Nennt das Angebot zusätzlich ein festes Entgelt je Zahlung, wiegt es umso stärker, je mehr Zahlungen auf denselben Umsatz entfallen.
Für die Kalkulation heißt das: Rechnen Sie den Vertrag ab dem 13. Monat durch und behandeln Sie das Aktionsjahr als Zugabe. Wer den Durchschnitt über die gesamte Laufzeit bildet, kommt zu einem freundlicheren Ergebnis, als die Rechnung ab dem zweiten Jahr hergibt. Die folgenden drei Fälle zeigen beide Seiten.
Drei Rechnungen für den Umstieg
Ein Café, das bisher nur Bargeld annimmt, erwartet 20.000 Euro Kartenumsatz im Monat bei rund 1.500 Zahlungen: Im Aktionszeitraum fallen laut Anbieterangabe weder Terminalmiete noch Transaktionskosten oder monatliche Fixkosten an, solange der Zahlungsumsatz die genannte Grenze nicht überschreitet. Bei 20.000 Euro im Monat ist sie im dritten Monat erreicht, danach kann laut TeleCash eine anteilige Kostenbeteiligung anfallen, deren Höhe die Seite nicht nennt. Ab dem 13. Monat rechnet TeleCash 1,00 Prozent auf 20.000 Euro, das sind 200,00 Euro, plus 9,90 Euro Miete, zusammen 209,90 Euro im Monat. Über die verbleibenden 24 Vertragsmonate ergibt das 5.037,60 Euro. Verteilt auf alle 36 Monate sind es mindestens 139,93 Euro, ein Wert, der die tatsächlichen Kosten ab dem zweiten Jahr deutlich unterzeichnet.
Zweiter Fall: eine Bäckerei, die bisher über ein Fintech-Terminal kassiert, mit 24.000 Euro Kartenumsatz und 2.000 Zahlungen im Monat, also 12 Euro Durchschnittsbon. Der Kartenmix liegt bei 80 Prozent girocard, 15 Prozent Debit und 5 Prozent Kredit. Den Aktionstarif bekommt sie nicht. Sie braucht ein Angebot für ein Clover-Terminal. Mit den Sätzen aus diesem Angebot rechnen Sie so: 19.200 Euro girocard-Umsatz mal girocard-Satz, 3.600 Euro Debit-Umsatz mal Debit-Satz und 1.200 Euro Kredit-Umsatz mal Kredit-Satz, dazu 2.000 Zahlungen mal Entgelt je Zahlung und 25,90 Euro Terminalgebühr für den Clover Flex. Die Summe stellen Sie der letzten Monatsabrechnung Ihres Fintech-Anbieters gegenüber. Jeder Zehntelprozentpunkt im girocard-Satz macht bei dieser Bäckerei 19,20 Euro im Monat aus, jeder Cent Entgelt je Zahlung 20,00 Euro.
Der dritte Fall stammt aus unserem Rechner: ein Gastronomiebetrieb mit 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat und ausgewogenem Kartenmix. Der TeleCash-Aktionstarif liegt dort bei 409,90 Euro im Monat und damit auf Rang 6 der verglichenen Tarife, mit 1,00 Prozent auch auf girocard, weil TeleCash dafür keinen eigenen Satz nennt. Vorn steht Vert mit dem eigenen Aktionstarif „Deutschland zahlt digital“ und 251,19 Euro. Der Abstand beträgt 158,71 Euro im Monat oder 1.904,52 Euro im Jahr. Beide Aktionen gibt es nur für Betriebe, die in den letzten zwölf Monaten keine Karten angenommen haben. Ohne diese Einschränkung führt SumUp Zahlungen Plus mit Solo Lite mit 349,83 Euro, ein Fintech-Tarif ohne Laufzeit. Die vollständige Rangfolge finden Sie im Kartenterminal-Vergleich.
Geräte und Einmalkosten: Verifone und Clover
TeleCash setzt auf zwei Gerätelinien. Zum Aktionstarif gehört das Verifone T650p, ein Android-SmartPOS mit NFC, Chip- und Magnetstreifenleser, WLAN, 4G und Bluetooth sowie Belegdrucker. Einmalkosten fallen dafür nicht an, das Gerät läuft über die Miete. Für ein individuelles Angebot bietet TeleCash die Clover-Geräte an, darunter den Clover Flex, ebenfalls ein SmartPOS mit Drucker. Ob dafür Einmalkosten anfallen, veröffentlicht TeleCash nicht.

Verifone - T650p
SmartPOS
ohne Gerätekauf
Daneben gibt es die stationäre Variante T650C für den festen Kassenplatz. Sie kostet ab dem 13. Monat 6,90 Euro im Monat statt 9,90 Euro, also 3,00 Euro weniger. In unserer Tarifdatenbank ist dieses Modell nicht geführt, im Rechner erscheint deshalb nur die teurere Version. Wer ohnehin an der Theke kassiert, sollte die stationäre Variante aktiv verlangen. Im Clover-Programm deckt der Clover Mini den festen Kassenplatz ab. Als günstigeres Zweitgerät nennt TeleCash den Clover Pocket mit 15,90 Euro im Monat, im Doppelpack 7,95 Euro je Gerät.
Stärken und Schwächen aus KMU-Sicht
Die Stärke von TeleCash liegt im girocard-Geschäft. Laut eigener FAQ tritt TeleCash dort als Händlerkonzentrator auf und verhandelt für seine Händler mit den kartenausgebenden Banken. Einen girocard-Satz veröffentlicht der Anbieter allerdings nicht. Ob ein girocard-lastiger Umsatz davon profitiert, zeigt erst das Angebot. Dazu kommt die Anbindung an Kassensysteme, die bei einem Acquirer dieser Größe Routine ist und beim Umstieg aus dem Fintech-Modell oft den Ausschlag gibt. Die Einrichtung gilt in unserer Anbieterbewertung als schnell, und die Breite der akzeptierten Zahlungsarten reicht bis American Express und die gängigen Mobile Wallets.
Die Schwächen liegen an anderer Stelle. Der Kundenservice zählt in unserer Anbieterbewertung zu den schwächeren Punkten, was bei einem mehrjährigen Vertrag schwerer wiegt als bei einer monatlich kündbaren Lösung. Zubehör wird separat berechnet und macht die Kalkulation unübersichtlicher, als sie im Fintech-Modell war. Im Clover-Angebot nennt TeleCash auch für Kredit- und Auslandskarten keine Sätze, Betriebe mit hohem Auslandsanteil sollten diese Positionen deshalb genau nachrechnen. Digitale Kundenbelege unterstützt TeleCash als einzige Lücke im sonst vollständigen Funktionsumfang nicht. Wie sich das gegenüber den übrigen elf Anbietern einordnet, zeigt unser Anbieter-Überblick.
Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten
In unserer Datenbank ist TeleCash als Angebot für mittlere und große Händler eingeordnet. Außerhalb der Aktion vergibt TeleCash die Konditionen im Gespräch: Auf den Produktseiten der Clover-Terminals steht statt eines Preises nur „Angebot anfragen“. Welche Sätze ein Betrieb bekommt, hängt damit vom einzelnen Abschluss ab.
Ab etwa 1 Million Euro Kartenumsatz im Jahr lohnt sich eine Konditionsanalyse. Bei dieser Größe entspricht ein Hundertstel Prozentpunkt im Disagio 100 Euro im Jahr, zehn Hundertstel sind über eine Laufzeit von drei Jahren bereits 3.000 Euro. Wer aus dem Fintech-Modell kommt, unterschätzt diesen Hebel regelmäßig, weil dort nichts zu verhandeln war. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.
Häufige Fragen zu TeleCash
Was kostet TeleCash im ersten Jahr?
Wem gehört TeleCash?
Welcher TeleCash-Tarif passt zu welchem Betrieb?
Kann man bei TeleCash über die Konditionen verhandeln?
Verwandte Begriffe
- AcquiringAcquiring ist die Abwicklung von Kartenzahlungen auf Händlerseite: Der Acquirer reicht Transaktionen bei den Kartennetzwerken ein und schreibt dem Händler den Umsatz gut.
- KartenmixDer Kartenmix ist die Verteilung der Umsätze über Kartenarten (Debit, Kredit, Firmen-, Auslandskarten). Er bestimmt die effektiven Gebühren stärker als jeder Verhandlungstrick.
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- KonditionsanalyseDie Konditionsanalyse prüft bestehende Kartenabrechnungen Posten für Posten, bewertet das effektive Disagio gegen den Kartenmix und beziffert das konkrete Einsparpotenzial in Euro.