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TeleCash Gebühren: der erste Acquirer-Vertrag nach dem Fintech
Der Aktionstarif von TeleCash stellt zwölf Monate kostenfrei und rechnet danach mit 1,00 Prozent auf jede Kartenzahlung ab. Was das für Betriebe bedeutet, die vom Fintech-Terminal auf den ersten Vertrag bei einem klassischen Acquirer wechseln.
- Disagio ab
- 0,20 %
- Grundgebühr ab
- 10 €
- Tarife im Rechner
- 2
Konditionen geprüft am 27.08.2026

TeleCash rechnet im Aktionstarif „Deutschland zahlt digital“ ab dem 13. Monat mit einer Autorisierungsgebühr von 1,00 Prozent auf jede Kartenzahlung ab, dazu kommen 9,90 Euro Terminalmiete für das Verifone T650p. Die ersten zwölf Monate stellt der Anbieter kostenfrei, die Bindung läuft über 36 Monate. Wer vom Fintech-Terminal auf den ersten Vertrag bei einem klassischen Acquirer wechselt, tauscht eine monatlich kündbare Lösung gegen eine mehrjährige Verpflichtung. Ob das aufgeht, entscheidet der Kartenmix und die Zahl der Zahlungen, die über das Terminal laufen.
Vom Fintech-Terminal zum ersten Acquirer-Vertrag
TeleCash gehört zur Konzernmutter Fiserv und betreibt Acquiring für Händler in Deutschland. Die Preislogik unterscheidet sich von dem, was Betriebe aus dem Fintech-Lager gewohnt sind: Dort läuft die Abrechnung meist über einen Pauschalsatz je Zahlung, ohne monatliche Grundgebühr und ohne feste Laufzeit. Ein klassischer Acquirer staffelt die Sätze nach Kartenart, setzt eine Grundgebühr an und bindet den Vertrag über Jahre. Im Gegenzug sind die Konditionen verhandelbar. Genau an dieser Schwelle steht ein Betrieb, der aus dem Fintech-Modell herauswächst.
Die Konditionen des Aktionstarifs haben wir am 27.08.2026 auf der Aktionsseite von TeleCash geprüft. KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter. Für die Standard-Konditionen gilt dieses Prüfdatum nicht: TeleCash veröffentlicht diese Preise nicht, unsere Werte stammen aus dem Altbestand und wurden zuletzt am 26.12.2025 geprüft. Die frühere Tarifübersicht des Anbieters liefert beim Abruf einen HTTP-Fehler 404. Wir führen die Sätze weiter mit, kennzeichnen sie aber als nicht live verifizierbar.
Zwei Tarife mit gegenläufiger Kostenlogik
Im Rechner stehen zwei TeleCash-Tarife. „Deutschland zahlt digital“ ist das Einstiegsangebot: In den ersten zwölf Monaten fallen laut Aktionsseite keine Terminalmiete, keine Transaktionskosten und keine monatlichen Fixkosten an. Ab dem 13. Monat greift eine Autorisierungsgebühr von 1,00 Prozent, einheitlich für girocard, Debitkarten, Kreditkarten und internationale Karten. Dazu kommen 9,90 Euro Miete für das mobile T650p inklusive SIM-Karte. Die Bindung läuft 36 Monate, das Aktionsjahr deckt ein Drittel davon ab.
Die Standard-Konditionen folgen der klassischen Acquirer-Logik. Sie kosten 26,90 Euro im Monat und 44,90 Euro einmalig, dafür liegt der girocard-Satz bei 0,20 Prozent. Debitkarten rechnet TeleCash mit 0,49 Prozent ab, Kreditkarten und internationale Karten mit 0,69 Prozent. Hinzu kommt eine Transaktionsgebühr von 0,05 Euro je Zahlung, unabhängig vom Betrag. Die Vertragslaufzeit ist mit 24 Monaten kürzer, als Gerät ist der Clover Flex hinterlegt.
| Deutschland zahlt digital | Standard-Konditionen | |
|---|---|---|
| Grundgebühr pro Monat | 9,90 € Terminalmiete ab Monat 13 | 26,90 € |
| Einmalkosten | keine | 44,90 € |
| girocard | 1,00 % | 0,20 % |
| Debitkarten | 1,00 % | 0,49 % |
| Kredit- und Auslandskarten | 1,00 % | 0,69 % |
| Entgelt je Transaktion | keines | 0,05 € |
| Vertragslaufzeit | 36 Monate | 24 Monate |
| Terminal | Verifone T650p | Clover Flex |
| Zuletzt geprüft | 27.08.2026, live bestätigt | 26.12.2025, nicht öffentlich belegbar |
Die Spreizung ist erheblich: 1,00 Prozent auf girocard ist das Fünffache von 0,20 Prozent. Bei einem girocard-lastigen Kartenmix wird der Aktionstarif ab dem 13. Monat also spürbar teurer. Bei Kreditkarten liegt er unter dem Standardsatz von 0,69 Prozent, was den Abstand verkleinert, ihn bei realistischen Mischungen aber selten umdreht. Entscheidend ist dabei das Verhältnis von Umsatz zu Transaktionszahl, weniger die Höhe des einzelnen Bons: Je mehr Zahlungen auf denselben Umsatz entfallen, desto stärker wiegt das Entgelt von 0,05 Euro je Zahlung.
Für die Kalkulation heißt das: Rechnen Sie den Vertrag ab dem 13. Monat durch und behandeln Sie das Aktionsjahr als Zugabe. Wer den Durchschnitt über die gesamte Laufzeit bildet, kommt zu einem freundlicheren Ergebnis, als die Rechnung ab dem zweiten Jahr hergibt. Die folgenden drei Fälle zeigen beide Seiten.
Drei Rechnungen für den Umstieg
Ein Café mit 20.000 Euro Kartenumsatz im Monat und rund 1.500 Zahlungen: Im Aktionszeitraum fallen laut Anbieterangabe weder Terminalmiete noch Transaktionskosten oder monatliche Fixkosten an, solange der Zahlungsumsatz die genannte Grenze nicht überschreitet. Ab dem 13. Monat rechnet TeleCash 1,00 Prozent auf 20.000 Euro, das sind 200,00 Euro, plus 9,90 Euro Miete, zusammen 209,90 Euro im Monat. Über die verbleibenden 24 Vertragsmonate ergibt das 5.037,60 Euro. Verteilt auf alle 36 Monate sind es 139,93 Euro, ein Wert, der die tatsächlichen Kosten ab dem zweiten Jahr deutlich unterzeichnet.
Zweiter Fall: eine Bäckerei mit 24.000 Euro Kartenumsatz und 2.000 Zahlungen im Monat, also 12 Euro Durchschnittsbon. Der Kartenmix liegt bei 80 Prozent girocard, 15 Prozent Debit und 5 Prozent Kredit. Nach den Standard-Konditionen ergeben sich 38,40 Euro, 17,64 Euro und 8,28 Euro Disagio, dazu 100,00 Euro Transaktionsentgelt und 26,90 Euro Grundgebühr, zusammen 191,22 Euro. Der Aktionstarif kostet ab dem 13. Monat 240,00 Euro plus 9,90 Euro Miete, also 249,90 Euro. Die Standard-Konditionen sind hier um 58,68 Euro im Monat günstiger. Erst unterhalb eines Durchschnittsbons von rund 7,50 Euro dreht sich das Bild zugunsten des Aktionstarifs.
Der dritte Fall stammt aus unserem Rechner: ein Gastronomiebetrieb mit 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat und ausgewogenem Kartenmix. Der günstigere der beiden TeleCash-Tarife liegt dort bei 243,79 Euro im Monat und damit auf Rang 2 von 75 verglichenen Tarifen. Vorn steht Vert mit 230,10 Euro, der Abstand beträgt 13,69 Euro im Monat oder 164,28 Euro im Jahr. Für einen Betrieb dieser Größe ist das eine Summe, über die sich verhandeln lässt. Die vollständige Rangfolge finden Sie im Kartenterminal-Vergleich.
Geräte und Einmalkosten: zwei Baureihen, drei Varianten
TeleCash setzt auf zwei Gerätelinien. Zum Aktionstarif gehört das Verifone T650p, ein Android-SmartPOS mit NFC, Chip- und Magnetstreifenleser, WLAN, 4G und Bluetooth sowie Belegdrucker. Einmalkosten fallen dafür nicht an, das Gerät läuft über die Miete. Zu den Standard-Konditionen ist der Clover Flex hinterlegt, ebenfalls ein SmartPOS mit Drucker, hier mit 44,90 Euro Einmalkosten.

Verifone - T650p
SmartPOS
ohne Gerätekauf

Clover - Flex
SmartPOS
Kauf ab 45 €
Daneben gibt es die stationäre Variante T650C für den festen Kassenplatz. Sie kostet ab dem 13. Monat 6,90 Euro im Monat statt 9,90 Euro, also 3,00 Euro weniger. In unserer Tarifdatenbank ist dieses Modell nicht geführt, im Rechner erscheint deshalb nur die teurere Version. Wer ohnehin an der Theke kassiert, sollte die stationäre Variante aktiv verlangen. Insgesamt bleibt die Auswahl schmal: zwei Baureihen, beide als SmartPOS, ohne abgespeckte Einstiegsvariante für ein Zweitgerät.
Stärken und Schwächen aus KMU-Sicht
Die Stärke von TeleCash liegt im girocard-Geschäft. Der Satz von 0,20 Prozent gehört zu den niedrigsten Werten in unserer Tarifdatenbank, und davon profitiert der deutsche Einzelhandel mit seinem girocard-lastigen Umsatz. Dazu kommt die Anbindung an Kassensysteme, die bei einem Acquirer dieser Größe Routine ist und beim Umstieg aus dem Fintech-Modell oft den Ausschlag gibt. Die Einrichtung gilt in unserer Anbieterbewertung als schnell, und die Breite der akzeptierten Zahlungsarten reicht bis American Express und die gängigen Mobile Wallets.
Die Schwächen liegen an anderer Stelle. Der Kundenservice zählt in unserer Anbieterbewertung zu den schwächeren Punkten, was bei einem mehrjährigen Vertrag schwerer wiegt als bei einer monatlich kündbaren Lösung. Zubehör wird separat berechnet und macht die Kalkulation unübersichtlicher, als sie im Fintech-Modell war. Bei Kreditkarten liegt der Standard-Tarif mit 0,69 Prozent deutlich über dem girocard-Satz, weshalb Betriebe mit hohem Auslandsanteil genau nachrechnen sollten. Digitale Kundenbelege unterstützt TeleCash als einzige Lücke im sonst vollständigen Funktionsumfang nicht. Wie sich das gegenüber den übrigen elf Anbietern einordnet, zeigt unser Anbieter-Überblick.
Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten
In unserer Datenbank ist TeleCash als Angebot für mittlere und große Händler eingeordnet, und die Konditionen bestätigen das. Der Standard-Tarif wird im Gespräch vergeben und steht nirgends öffentlich als Preisliste. Zu diesem Tarif findet sich bei uns ein interner Vermerk mit einem girocard-Satz von 0,19 Prozent plus 5 Cent, während der hinterlegte Rechenwert bei 0,20 Prozent liegt. Die Differenz ist klein, sie zeigt aber, dass der Satz je nach Abschluss variiert.
Ab etwa 1 Million Euro Kartenumsatz im Jahr lohnt sich eine Konditionsanalyse. Bei dieser Größe entspricht ein Hundertstel Prozentpunkt im Disagio 100 Euro im Jahr, zehn Hundertstel sind über eine Laufzeit von drei Jahren bereits 3.000 Euro. Wer aus dem Fintech-Modell kommt, unterschätzt diesen Hebel regelmäßig, weil dort nichts zu verhandeln war. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.
Häufige Fragen zu TeleCash
Was kostet TeleCash im ersten Jahr?
Wem gehört TeleCash?
Welcher TeleCash-Tarif passt zu welchem Betrieb?
Kann man bei TeleCash über die Konditionen verhandeln?
Verwandte Begriffe
- AcquiringAcquiring ist die Abwicklung von Kartenzahlungen auf Händlerseite: Der Acquirer reicht Transaktionen bei den Kartennetzwerken ein und schreibt dem Händler den Umsatz gut.
- KartenmixDer Kartenmix ist die Verteilung der Umsätze über Kartenarten (Debit, Kredit, Firmen-, Auslandskarten). Er bestimmt die effektiven Gebühren stärker als jeder Verhandlungstrick.
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- KonditionsanalyseDie Konditionsanalyse prüft bestehende Kartenabrechnungen Posten für Posten, bewertet das effektive Disagio gegen den Kartenmix und beziffert das konkrete Einsparpotenzial in Euro.