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VR Payment Gebühren 2026 im Paketmodell der VR-Banken

VR Payment berechnet einen monatlichen Fixpreis für ein festes Inklusivvolumen an Kartenumsatz. Wir rechnen nach, ab welchem Umsatz das Paketmodell teurer wird als ein verhandeltes Disagio.

Porträtfoto von Robert HoffmannRobert Hoffmann
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20 €
Tarife im Rechner
17

Konditionen geprüft am 27.08.2026

Produktabbildung CCV/PAX - A920

Die Gebühren von VR Payment folgen einem Fixpreis-Modell: Sie zahlen einen monatlichen Paketpreis für ein festes Inklusivvolumen an Kartenumsatz, von 19,90 Euro für Paket S mit 1.500 Euro Volumen bis 94,90 Euro für Paket XL mit 12.000 Euro (Preisseite, Stand 27.08.2026). Eine Transaktionsgebühr fällt nicht an, Kartenentgelte je Zahlung ebenso wenig. Teuer wird das Modell oberhalb des Inklusivvolumens: Jede angefangene 250 Euro Mehrumsatz kostet 4,90 Euro. In unserem Gastronomie-Szenario mit 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat kommt der günstigste VR-Pay-Tarif damit auf 645,78 Euro monatlich und landet auf Rang 45 von 75.

Der Acquirer der Volks- und Raiffeisenbanken

VR Payment ist der Acquiring-Arm der genossenschaftlichen Finanzgruppe und wickelt Kartenzahlungen für Händler ab. Die Verwechslung mit VR Bank Pay liegt nahe, gemeint ist damit die Bezahl-App der Volks- und Raiffeisenbanken für Privatkunden. Für Ihren Betrieb zählt allein das Händlergeschäft unter der Marke VR Payment, im Markt und in unserer Tarifdatenbank auch als VR Pay geführt. Vertrieb und Betreuung laufen über die jeweilige Volksbank oder Raiffeisenbank. Konditionen und Ansprechpartner können deshalb je Haus abweichen; was die Preisseite zeigt, ist der Listenpreis.

Ein Wort zur Herkunft der Zahlen: Datenstand dieser Analyse ist der 27.08.2026, geprüft an der Preisseite von VR Payment, und KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter. Unsere Arbeit besteht darin, bestehende Konditionen zu analysieren und nachzuverhandeln. Wer die Preise selbst nachschlagen möchte, findet sie ausschließlich auf der Seite zum Kassieren im Laden.

Wie sich die Paketpreise zusammensetzen

Die Staffel hat vier Stufen, gestaffelt nach monatlichem Kartenumsatz: Paket S deckt 1.500 Euro ab, Paket M 3.000 Euro, Paket L 6.000 Euro und Paket XL 12.000 Euro. Der Fixpreis steigt dabei langsamer als das Volumen, weshalb die oberste Stufe rechnerisch die günstigste ist. 94,90 Euro für 12.000 Euro Umsatz entsprechen 0,79 Euro je 100 Euro Kartenumsatz, in Paket S sind es 1,33 Euro.

Ein zweiter Punkt macht das Modell für girocard-lastige Betriebe interessant: Ein Transaktionsentgelt gibt es nicht, Kartenentgelte je Zahlung ebenso wenig. Beide Positionen stehen laut Preisseite in allen vier Paketen bei 0 Euro, und auch die Disagio-Felder unserer Tarifdatenbank sind für sämtliche VR-Pay-Tarife mit 0,00 Prozent belegt. Wer Angebote gewohnheitsmäßig über den Disagio-Satz prüft, findet hier keinen Anknüpfungspunkt. Ein Mindestentgelt je Transaktion ist ebenfalls nicht hinterlegt.

Paket S und Paket XL im Direktvergleich (Stand 27.08.2026)
Paket SPaket XL
Fixpreis pro Monat19,90 €94,90 €
Inklusivvolumen pro Monat1.500 €12.000 €
Inklusivvolumen pro Jahr (gerechnet)18.000 €144.000 €
Preis je 100 € Umsatz im Inklusivbereich1,33 €0,79 €
Vertragslaufzeit24 Monate24 Monate

Die Tabelle zeigt die Stelle, an der das Modell kippt. Innerhalb der Stufe sinkt der rechnerische Preis je 100 Euro Umsatz deutlich, XL liegt gegenüber S um gut 40 Prozent günstiger. Oberhalb von 12.000 Euro im Monat endet die Staffel jedoch. Jeder weitere Euro wird mit 4,90 Euro je angefangene 250 Euro abgerechnet, das sind 1,96 Prozent auf den überschießenden Umsatz und im Einzelfall mehr, weil jede angefangene Einheit voll berechnet wird. Ein Betrieb mit 144.000 Euro Kartenumsatz im Jahr passt sauber in die oberste Stufe, ab etwa 150.000 Euro wird die Rechnung unbequem.

Eine Aktion verdient dabei besondere Aufmerksamkeit. Unter dem Namen Deutschland zahlt digital bietet VR Payment ein Paket an, das im ersten Jahr keine Kosten verursacht und danach den Konditionen von Paket S entspricht.

Für die Bewertung heißt das: Das kostenfreie erste Jahr rechnet sich nur, wenn Ihr Kartenumsatz über die volle Bindungsdauer in der kleinsten Stufe bleibt. Wächst der Umsatz, wächst die Übernutzung mit, und der Vertrag läuft weiter.

Was VR Payment in der Praxis kostet

Beginnen wir klein. Eine Bäckerei mit 1.200 Euro Kartenumsatz im Monat bleibt im Inklusivvolumen von Paket S und zahlt 19,90 Euro monatlich. Für ein Thekengerät der Einsteigerklasse fällt kein Aufpreis an. Auf den Umsatz gerechnet sind das 1,66 Prozent, für diese Größenordnung marktüblich bis leicht teuer. Der Vorzug liegt in der Konstanz: Der Betrag steht fest und schwankt nicht mit dem Kartenmix.

Der zweite Fall ist ein Restaurant mit 18.000 Euro Kartenumsatz im Monat. Paket XL deckt 12.000 Euro ab, die restlichen 6.000 Euro laufen in die Übernutzung: 6.000 geteilt durch 250 ergibt 24 Einheiten zu je 4,90 Euro, zusammen 117,60 Euro. Mit dem Fixpreis von 94,90 Euro sind das 212,50 Euro im Monat oder 1,18 Prozent vom Kartenumsatz. Ein mobiles Terminal für den Service am Tisch kostet 4,90 Euro monatlich zusätzlich.

Der dritte Fall ist unser Standard-Szenario: ein Gastronomiebetrieb mit 40.000 Euro Kartenumsatz im Monat und ausgewogenem Kartenmix. In Paket XL liegen 28.000 Euro außerhalb des Inklusivvolumens, das sind 112 angefangene Einheiten zu 4,90 Euro und damit 548,80 Euro. Zusammen mit dem Fixpreis von 94,90 Euro ergibt das 643,70 Euro. Unser Rechner weist 645,78 Euro aus, weil er zusätzlich die einmaligen 50,00 Euro aus der Tarifdatenbank auf die 24 Monate Laufzeit verteilt, also 2,08 Euro im Monat. Damit belegt VR Payment Rang 45 von 75 und ist in diesem Szenario der teuerste Anbieter im Feld. Der günstigste Tarif der Liste, Vert, kommt auf 230,10 Euro im Monat. Die Differenz von 415,68 Euro im Monat summiert sich auf knapp 5.000 Euro im Jahr. Die vollständige Rangliste finden Sie im Kartenterminal-Vergleich.

Welche Terminals VR Payment stellt und was sie zusätzlich kosten

VR Payment deckt drei Bauarten ab: stationäre Thekengeräte, ein mobiles Terminal für den Service am Tisch und ein Android-basiertes SmartPOS. Im Fixpreis enthalten ist laut Preisseite das Verifone V400c, ein kompaktes Thekengerät; in unserer Tarifdatenbank trägt diese Rolle der Ingenico Desk 3500, ebenfalls ohne monatlichen Aufpreis. Welches Gerät Ihre Bank tatsächlich stellt, klären Sie am besten im Erstgespräch. Abweichende Modelle kosten laut Preisseite ab 3,90 Euro monatlich; unsere Tarifdatenbank zeigt, dass das Wort ab wörtlich zu nehmen ist: 3,90 Euro für den Ingenico Desk 5000, 4,90 Euro für das mobile Move 5000 und 4,90 Euro für den CCV/PAX A920. Ein SmartPOS in Paket S kostet damit 24,80 Euro im Monat.

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Einen geräteseitigen Einmalpreis führt unsere Tarifdatenbank nicht; die 50,00 Euro Einmalkosten hängen am Vertrag, der Aufpreis läuft monatlich. Ob diese 50 Euro überhaupt noch anfallen, ist offen, denn die Preisseite nennt am 27.08.2026 keine Aktivierungsgebühr. Lassen Sie sich den Punkt vor Unterschrift schriftlich bestätigen.

Stärken und Schwächen aus KMU-Sicht

Die Stärke des Modells ist seine Vorhersagbarkeit. Wer sein Kartenvolumen kennt und innerhalb einer Stufe bleibt, kennt seine Zahlungskosten auf den Cent, ohne Interchange-Sätze oder Verschiebungen im Kartenmix nachverfolgen zu müssen. Dazu kommt die Anbindung an die Hausbank: Vertrieb und Betreuung laufen über die eigene Volksbank oder Raiffeisenbank. Die Geräteauswahl reicht vom Thekengerät bis zum Android-Terminal, Trinkgeldfunktion und Kassenschnittstelle sind vorhanden. Für einen Betrieb mit 3.000 bis 6.000 Euro Kartenumsatz im Monat ergibt das ein sauberes Paket.

Die Schwächen zeigen sich genau dort, wo unsere Zielgruppe steht. Oberhalb der XL-Stufe verliert das Modell seinen Vorteil, weil die Übernutzung mit rund zwei Prozent teurer abrechnet als ein verhandeltes Disagio auf girocard-lastige Umsätze. Die Kostenstruktur ist zudem schwer zugänglich: Die Produktseite des Anbieters führt keine Preise, und die Angaben zu den Einmalkosten widersprechen sich. Im Funktionsumfang fehlen American Express und die Lastschrift, was für Häuser mit Geschäftsreisepublikum ein Ausschlusskriterium sein kann; digitale Kundenbelege gibt es ebenfalls nicht. Wie sich VR Payment gegen die übrigen Häuser im Markt einordnet, zeigt unser Anbieter-Überblick.

Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten

VR Payment führt in unserer Datenbank einen Tarif mit der Bezeichnung Individual-Konditionen. Der Datensatz enthält ausschließlich Nullwerte und ist aus dem Rechner genommen; er belegt lediglich, dass individuelle Vereinbarungen möglich sind, die Sätze bleiben offen. Der Hebel liegt dabei bei Ihrer eigenen Bank: Was die Preisseite zeigt, ist der Listenpreis, und das Haus vor Ort kann davon abweichen.

Ab etwa 1 Million Euro Kartenumsatz im Jahr, also rund 83.000 Euro im Monat, ist eine Konditionsanalyse sachlich geboten. In dieser Größenordnung liegt praktisch der gesamte Umsatz oberhalb jeder Paketstufe, und die Übernutzung bestimmt die Rechnung allein. Wir rechnen das Paketmodell dafür gegen ein Pass-Through-Angebot mit ausgewiesenen Kartengebühren und verhandeln das Ergebnis mit dem Anbieter. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.

Häufige Fragen zu VR Payment

Was kostet VR Pay im Monat?
VR Pay rechnet als monatlicher Fixpreis für ein festes Inklusivvolumen ab. Paket M kostet beispielsweise 34,90 Euro im Monat und deckt damit 3.000 Euro Kartenumsatz ab; ein SmartPOS-Terminal schlägt mit 4,90 Euro monatlich zusätzlich zu Buche. Umsatz oberhalb des Inklusivvolumens wird gesondert berechnet.
Fällt bei VR Payment ein Disagio an?
Nein. Unsere Tarifdatenbank führt für alle VR-Pay-Tarife ein Disagio von 0,00 Prozent, und die Preisseite weist für Transaktionen und Karten kein Entgelt aus. Der variable Kostenanteil steckt vollständig in der Abrechnung des Umsatzes oberhalb des Inklusivvolumens.
Ist VR Pay dasselbe wie VR Bank Pay?
Nein. VR Payment, im Markt auch VR Pay genannt, ist das Händlergeschäft der genossenschaftlichen Finanzgruppe und wickelt Kartenzahlungen am Terminal ab. VR Bank Pay bezeichnet die Bezahl-App der Volks- und Raiffeisenbanken für Privatkunden.
Welche Karten akzeptiert ein VR-Pay-Terminal?
Visa, Mastercard und girocard werden unterstützt, ebenso Apple Pay und Google Pay, Trinkgeldfunktion, Kassenschnittstelle und Pay by Link. American Express, Lastschrift und Tax Free sind laut unserer Datenbank nicht im Funktionsumfang enthalten.
Kann ich die Konditionen mit meiner Volksbank verhandeln?
VR Payment führt in unserer Datenbank einen Tarif für Individual-Konditionen ohne hinterlegte Sätze, individuelle Vereinbarungen sind also möglich. Die auf der Preisseite genannten Paketpreise sind Listenpreise; Vertrieb und Betreuung laufen über Ihre jeweilige Volksbank oder Raiffeisenbank.

Verwandte Begriffe

Porträtfoto von Robert Hoffmann, Gründer von KartenKosten.de

Robert Hoffmann

Geschäftsführung · Acquirer-Hintergrund

CEO bei Concardis, Nets und 1&1. Bringt diese Anbieter-Perspektive heute in die Mandate ein.

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