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TeleCash für Bestandskunden: Login, Abrechnung und Kündigung
Terminalabrechnungen im Customer Care Center, Kartenakzeptanz im Merchant Online Portal, Bonrollen über den Chatbot. Dazu die zwei Kündigungsfristen, die TeleCash-Bestandskunden betreffen.
Abrechnungen von TeleCash liegen in zwei getrennten Portalen. Terminalabrechnungen, Verträge und Umsatzübersichten finden Sie im Customer Care Center unter my.telecash.de, die Abrechnungen der Kartenakzeptanz im Merchant Online Portal unter mop.telecash.de. Bonrollen bestellen Sie über den Chatbot auf der TeleCash-Website und brauchen dafür die achtstellige Terminal-ID und die Postleitzahl Ihrer Rechnungsanschrift. Eine Kündigung muss schriftlich vorliegen und von einer zeichnungsberechtigten Person unterschrieben sein. Die Frist beträgt beim Terminalvertrag drei Monate, beim Kartenakzeptanzvertrag sechs Monate.
Zwei Portale, zwei Zugangswege
TeleCash gehört zu Fiserv und firmiert in Deutschland als First Data GmbH mit Sitz am Marienbader Platz 1 in Bad Homburg. Vertragspartner ist deshalb die First Data GmbH, so steht es in den AGB und auf den Bestellformularen. Die zwei Portalzugänge hängen daran, dass Sie mit TeleCash zwei Verträge haben. Das Customer Care Center begleitet den Terminalvertrag. Dort liegen die monatlichen Terminalabrechnungen, die abgeschlossenen Verträge unter „Meine Verträge“ und die Umsätze der letzten zwölf Monate unter „Umsatz Transaktionen“. Diese Übersicht ersetzt laut TeleCash keine Händlerbelege. Das Merchant Online Portal gehört zur Kartenakzeptanz und führt die Abrechnungen der Kredit- und Debitkartenumsätze.
Die Erstanmeldung läuft in beiden Portalen unterschiedlich. Für das Customer Care Center schicken Sie ein Registrierungsformular an telecash@fiserv.com und melden sich danach mit Benutzer-E-Mail und Passwort an. Ein vergessenes Passwort setzen Sie über „Passwort vergessen?“ selbst zurück. Für das Merchant Online Portal erhalten Sie ein einmaliges Initialpasswort per E-Mail. Ein Reset verlangt dort das Antragspasswort, das auf Ihrem Serviceantrag für die Kartenakzeptanz oder auf der Auftragsbestätigung steht. Registrierungen und Änderungen gehen an Kartenakzeptanz@fiserv.com, dabei nennen Sie Ihre neunstellige Partnernummer. Für das Customer Care Center bietet TeleCash zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an und stellt dafür eigene Anleitungen für Browser und Smartphone-App bereit.
Bevor Sie einen Zugang beantragen, lohnt der Blick darauf, welches Portal die gesuchte Unterlage überhaupt führt. Die Übersicht stellt beide gegenüber.
| Customer Care Center | Merchant Online Portal | |
|---|---|---|
| Adresse | my.telecash.de | mop.telecash.de |
| Inhalt | Terminalabrechnungen, Verträge, Umsatzübersicht | Abrechnungen der Kartenakzeptanz |
| Archiv kostenfrei | 18 Monate | 12 Monate |
| Ältere Unterlagen | 9,50 € je Kopie, Versand nur per Post | 14,95 € je Abrechnungsduplikat |
| Erstzugang | Registrierungsformular per E-Mail anfordern | Initialpasswort per E-Mail, Reset mit Antragspasswort |
| Zuständige Adresse | telecash@fiserv.com | Kartenakzeptanz@fiserv.com |
Praktisch wichtig ist die Zeile zum Archiv. Das Customer Care Center hält Terminalabrechnungen ein halbes Jahr länger vor als das Merchant Online Portal die Abrechnungen der Kartenakzeptanz. Wer im Frühjahr 2027 den Abschluss für 2026 aufstellt, findet die Kartenakzeptanz-Abrechnung vom Januar 2026 dort bereits nicht mehr, weil sie älter als zwölf Monate ist. Laden Sie beide Unterlagen deshalb monatlich herunter und legen Sie sie dort ab, wo auch die Kontoauszüge liegen.
Was auf der Terminalabrechnung steht
Die monatliche Terminalabrechnung umfasst nach Darstellung von TeleCash die Pauschalen, die Transaktionen und die kostenpflichtigen Funktionen. Zwei Posten darin brauchen eine Erklärung. Der erste heißt „Schlüsseleinbringung“, früher OPT, und kostet jährlich 20,00 Euro. Er fällt an, weil der Sicherheitsschlüssel für Debitkartenzahlungen jedes Jahr getauscht wird. Ob TeleCash den Betrag je Terminal oder je Vertrag ansetzt, lässt die FAQ offen; bei mehreren Geräten prüfen Sie das an Ihrer Abrechnung nach. Welche Posten eine Abrechnung sonst noch kennt, haben wir beim Lesen der Kartenabrechnung aufgeschlüsselt.
Der zweite Posten ist das ec cash Disagio. Es besteht nach Angabe von TeleCash aus zwei Teilen: einem umsatzsteuerfreien Interbankenentgelt für die Autorisierung durch die kartenausgebende Bank und einem umsatzsteuerpflichtigen Konzentratorentgelt für TeleCash. Es fällt nur bei PIN-Zahlungen an. Diese Trennung ist der Ansatzpunkt für jedes Gespräch über Konditionen, weil nur der zweite Teil bei TeleCash selbst liegt.
Fehlt eine Unterlage, wird es teuer. Ältere Terminalabrechnungen berechnet TeleCash nach seinem Preis- und Leistungsverzeichnis mit 9,50 Euro je Kopie, und der Versand läuft aus Datenschutzgründen nur per Post. Ein Abrechnungsduplikat aus der Kartenakzeptanz kostet 14,95 Euro. Wer für eine Betriebsprüfung je zwölf Monate nachbestellt, zahlt 114,00 Euro plus 179,40 Euro, zusammen 293,40 Euro für Unterlagen, die vorher kostenfrei im Portal bereitstanden.
Bonrollen und Zubehör nachbestellen
Bonrollen, Ladeschalen und Kabel bestellen TeleCash-Kunden über den Chatbot auf der Website. Den Weg dorthin nennt TeleCash selbst: in der Navigation auf „Service“, dann auf „Zubehör bestellen“. Der Chatbot ist rund um die Uhr erreichbar. Für die Bestellung brauchen Sie die achtstellige Terminal-ID und die Postleitzahl Ihrer Rechnungsanschrift. Die Terminal-ID steht auf dem Gerät und auf jeder Terminalabrechnung.
Welche Rolle in Ihr Gerät passt, steht im Bestellformular Terminalzubehör, das TeleCash mit Stand September 2022 zum Download bereitstellt. Alle dort geführten Papierrollen sind 57 Millimeter breit und tragen den TC-SEPA-Mandatstext. Die Rolle mit 15 Metern Länge ist dem Clover Flex, dem V200c, dem Move3500, dem Desk3500, dem V400m und dem V400c zugeordnet, die Rolle mit 22,5 Metern dem Clover Mini. Zusätzlich gibt es eine Variante mit 40 Metern. Verkauft wird jeweils die Verpackungseinheit mit 20 Rollen.
Die Preise des Formulars: 16,50 Euro für die Einheit mit 15 Metern, 18,50 Euro für 22,5 Meter und 21,50 Euro für 40 Meter, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Bei der kleinsten Variante sind das 83 Cent je Rolle. Der Versandkostenanteil liegt bei 5,30 Euro bis 30 Kilogramm. Eine Einheit mit 15-Meter-Rollen wiegt nach dem Formular 0,9 Kilogramm, vier Einheiten also 3,6 Kilogramm. Ein Betrieb, der den Jahresbedarf von 80 Rollen in einer Lieferung abruft, zahlt damit 66,00 Euro plus 5,30 Euro Versand, zusammen 71,30 Euro netto. Weil die Preisliste drei Jahre alt ist, lassen Sie sich den aktuellen Satz im Chatbot bestätigen, bevor Sie bestellen.
Kündigung: zwei Verträge, zwei Fristen
Wer bei TeleCash kündigt, kündigt in der Regel zwei Verträge. Der Terminalvertrag deckt Gerät, Netzservice, Support und Wartung ab, der Kartenakzeptanzvertrag die Abrechnung der Karten. Beide haben eine eigene Mindestlaufzeit und eine eigene Frist, und beide Fristen stehen in verschiedenen Bedingungswerken. Wer nur eines von beiden kündigt, zahlt für das andere weiter.
Für den Terminalvertrag gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der First Data GmbH mit Stand August 2026. Ziffer 9.2 nennt eine Mindestvertragslaufzeit von 48 Monaten ab Beginn der Zahlungsverpflichtung, soweit der Vertrag nichts anderes vorsieht. Danach verlängert sich der Vertrag um jeweils weitere zwölf Monate, wenn er nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Ende der Mindest- oder der verlängerten Laufzeit gekündigt wird. Dieselbe Frist nennt die TeleCash-FAQ, dort allerdings ohne Angabe, welcher der beiden Verträge gemeint ist. Verlassen Sie sich nicht allein auf die AGB: Ziffer 1.2 stellt klar, dass Sonderbedingungen zu Terminals, Netzservice, Support und Wartung abweichende Regelungen zur Vertragslaufzeit und zu Sonderkündigungsrechten enthalten können, und in der Rangfolge der Ziffer 1.4 stehen diese Sonderbedingungen über den AGB. Maßgeblich ist am Ende Ihr Vertrag mit seinen Anlagen.
Der Kartenakzeptanzvertrag folgt anderen Regeln. Die Bedingungen für die Akzeptanz und Abrechnung von Karten, ebenfalls mit Stand August 2026, setzen in Ziffer 17.1 auch 48 Monate Mindestlaufzeit an, verlangen dafür aber eine Frist von sechs Monaten zum Ablauf dieser Mindestlaufzeit. Unterbleibt die Kündigung, läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit weiter und ist dann nur noch mit sechs Monaten Frist zum Ende eines Kalenderjahres kündbar. Die Schriftform ist in beiden Verträgen Pflicht, unterschrieben von einer zeichnungsberechtigten Person.
Diese Kombination erzeugt die eigentliche Falle. Endet Ihre Mindestlaufzeit am 31. August 2027 und geht die Kündigung erst im Juli 2027 ein, ist der Termin für das Jahresende 2027 vorbei, denn dafür hätte die Kündigung bis zum 30. Juni vorliegen müssen. Der Kartenakzeptanzvertrag endet dann zum 31. Dezember 2028, also 16 Monate nach dem Datum, das Sie im Kalender hatten. Bei 1,8 Millionen Euro Kartenumsatz im Jahr, also 150.000 Euro im Monat, kostet jeder Zehntelprozentpunkt zu viel in dieser Zeit 150 Euro im Monat und 2.400 Euro über die 16 Monate.
Nach der Kündigungsbestätigung schickt TeleCash den Retourenschein und die Paketaufkleber für das Gerät separat zu. Kommt nach vier Wochen nichts an, fordern Sie die Unterlagen unter telecash@fiserv.com an und nennen dabei die Terminal-ID.
Eine Gebührenerhöhung öffnet ein Fenster von zwei Wochen
Die Bedingungen für den Terminalvertrag regeln auch, wie TeleCash Preise ändert. Ziffer 6.7.2 betrifft Leistungen, die Sie dauerhaft beziehen, zum Beispiel die monatliche Pauschale für das Terminal. Eine Änderung muss Ihnen spätestens zwei Monate vor dem geplanten Wirksamwerden in Textform angeboten werden, und das darf auch über das Online-Portal geschehen. Ihr Schweigen gilt als Annahme, wenn TeleCash im Angebot auf diese Folge hinweist.
Daraus folgt ein Recht, das in der Praxis oft verfällt, weil die Nachricht im Portal liegen bleibt. Macht TeleCash von dieser Zustimmungsfiktion Gebrauch, können Sie den betroffenen Vertrag vor dem Wirksamwerden mit einer Frist von zwei Wochen kostenfrei kündigen. Betrifft die Änderung den Terminalvertrag, gilt die Kündigung nach derselben Ziffer zugleich für alle Verträge, die einen Terminalvertrag technisch voraussetzen, also auch für den Kartenakzeptanzvertrag. Hat TeleCash dagegen vertraglich einen festen Erhöhungssatz je Kalenderjahr mit Ihnen vereinbart, genügt nach Ziffer 6.7.1 eine Information sechs Wochen vorher, und ein Sonderkündigungsrecht entsteht nicht. Ob eine angekündigte Erhöhung berechtigt ist, lässt sich an der genannten Begründung prüfen. Behandeln Sie Portalnachrichten und Rechnungsanschreiben deshalb als Fristsache.
Welche Posten Ihrer Abrechnung verhandelbar sind
Liegen die Abrechnungen vor, lässt sich die Frage nach den Konditionen beantworten. TeleCash veröffentlicht die Scheme Fees der Kartenorganisationen im Downloadbereich als Tabelle, zuletzt mit Gültigkeit ab dem 1. Oktober 2026. Für eine Präsenzzahlung mit einer deutschen Mastercard stehen dort 0,0321 Euro je Transaktion plus 0,12675 Prozent, für eine deutsche Visa-Karte 0,0126 Euro plus 0,05477 Prozent. Auf einen Bon von 38 Euro gerechnet sind das 8 Cent bei Mastercard und 3 Cent bei Visa. Für eine Mastercard aus einem Land außerhalb des EWR nennt dieselbe Tabelle 0,3977 Euro plus 0,95510 Prozent, auf 38 Euro also 76 Cent.
Diese Beträge sind durchgereicht, genauso wie das Interchange-Entgelt, das die EU-Verordnung für Verbraucherkarten im EWR am Terminal auf 0,2 Prozent bei Debitkarten und 0,3 Prozent bei Kreditkarten deckelt. Verhandelbar ist der Rest: die Marge von TeleCash, im girocard-Geschäft das Konzentratorentgelt, dazu die Terminalpauschale und die kostenpflichtigen Zusatzfunktionen. Bei 1,8 Millionen Euro Kartenumsatz im Jahr entspricht ein Zehntelprozentpunkt in diesem Rest 1.800 Euro im Jahr. Nach unserer Erfahrung liegen bei Betrieben dieser Größe 0,10 bis 0,25 Prozentpunkte drin, also grob 1.800 bis 4.500 Euro im Jahr. Was Ihr Vertrag heute vorsieht, steht im Customer Care Center unter „Meine Verträge“. Die Sätze, die TeleCash für Neukunden veröffentlicht, stehen in unserem Beitrag zu den TeleCash-Gebühren.
Häufige Fragen von TeleCash-Bestandskunden
Warum fehlt ein Kartenumsatz auf meinem Konto?
Bis wann kann ich eine Zahlung am Terminal stornieren?
Wie erreiche ich den TeleCash-Support?
Wie bekomme ich eine nachträgliche Aufstellung meiner EC-Umsätze?
Ist KartenKosten TeleCash?
Mehr als drei Quellen braucht eine solche Prüfung nicht: die Abrechnungen aus beiden Portalen, den Vertrag mit den vereinbarten Sätzen und die Scheme-Fee-Tabelle von TeleCash. Daraus ergibt sich Zeile für Zeile, welcher Teil Ihrer Kartenkosten gesetzt ist und welcher zur Verhandlung steht.
Verwandte Begriffe
- Terminal-ID (TID)Die Terminal-ID (TID) ist die eindeutige Kennnummer eines Kartenterminals. Der Netzbetreiber vergibt sie je Gerät; alle gerätegebundenen Gebühren werden je TID abgerechnet.
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- AkzeptanzvertragDer Akzeptanzvertrag regelt zwischen Händler und Acquirer, welche Karten angenommen werden und zu welchen Entgelten die Umsätze abgerechnet und ausgezahlt werden.
- Vertragslaufzeit / KündigungsfristLaufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung entscheiden, ab wann bessere Konditionen überhaupt greifen können: oft der unterschätzteste Posten im Acquiring-Vertrag.
- Scheme-FeeScheme-Fees sind die Entgelte der Kartennetzwerke Visa und Mastercard für die Nutzung ihrer Infrastruktur: meist mehrere kleine Posten, in Summe oft 0,1–0,3 % zuzüglich Fixbeträgen.