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Vert Kartenterminal: die Konditionen der Deutsche-Bank-Marke im Detail
Für Standardverträge nennt Vert nur Mietpreise ab 5,99 € im Monat, die Disagien vereinbart der Anbieter individuell. Was das Förderangebot kostet und für wen es gilt.
Deutsche Bank Joint Venture mit günstigen Gebühren

Vert ist die Terminalmarke des Joint Ventures von Deutscher Bank und Fiserv. Für die Standard-Konditionen veröffentlicht der Anbieter nur die Miete ab 5,99 € im Monat, die Disagien werden individuell vereinbart. Konkrete Sätze nennt Vert allein für das Förderangebot „Deutschland zahlt digital“. Damit kommt der Clover Flex im Gastronomie-Szenario unseres Rechners auf 251,19 € im Monat bei 40.000 € Kartenumsatz, Rang 1 der verglichenen Tarife. Das Angebot gilt aber nur für Betriebe, die in den vergangenen zwölf Monaten keine Kartenzahlung angenommen haben, und bindet fünf Jahre. Dieser Beitrag rechnet das Förderangebot nach und zeigt, was Sie bei Standard-Konditionen selbst erfragen müssen.
Wer hinter Vert steht
Hinter der Marke Vert stehen zwei Häuser: die Deutsche Bank und der US-Zahlungsdienstleister Fiserv. Die Arbeitsteilung ist an der Hardware ablesbar, denn sämtliche Terminals stammen aus der Clover-Reihe, die zu Fiserv gehört. Acquiring und technische Abwicklung kommen also aus einem international aufgestellten Konzern, Vertrieb und Betreuung sitzen in Deutschland. Deutsche Ansprechpartner und eine klar formulierte Datenschutzpolitik führt der Anbieter-Steckbrief als Stärke, und der Service erreicht im Profil die höchste Einzelnote. Für Betriebe, die einen Vertragspartner mit Bankhintergrund bevorzugen, ist das ein Argument.
Die Zahlen in diesem Beitrag stammen aus unserer Tarifdatenbank mit Stand vom 5. Oktober 2026. Gegen die Produktvergleichsseite von Vert geprüft haben wir am selben Tag die beiden Mietpreise von 9,90 € und 5,99 €; die Konditionen des Förderangebots haben wir separat gegen vert.de/deutschland-zahlt-digital abgeglichen. Prozentsätze, Laufzeiten und Einmalkosten nennt die Produktvergleichsseite selbst nicht, sie verweist nur pauschal auf zusätzliche Disagien. Unser Rechner führt deshalb nur die beiden Tarife des Förderangebots. KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter.
Standard-Konditionen und Förderangebot
Vert bietet den Clover Flex und den Clover Pocket in zwei Varianten an: zu Standard-Konditionen oder im Förderangebot „Deutschland zahlt digital“. Für die Standard-Konditionen veröffentlicht Vert nur die Miete: ab 9,90 € im Monat für den Clover Flex und ab 5,99 € für den kleineren Clover Pocket, jeweils „zzgl. Disagien“. Wie hoch das Disagio auf girocard, Debit- und Kreditkarten ausfällt, veröffentlicht Vert nicht. In der Aktivierungsanleitung für den Clover Flex heißt es dazu nur, die Konditionen würden individuell bei Vertragsschluss vereinbart. Eine Transaktionsgebühr je Zahlung erhebt Vert nach Angabe des eigenen Ratgebers nicht. Für Betriebe mit kleinen Durchschnittsbons ist das ein struktureller Vorteil: Ein Fixanteil je Zahlung wiegt bei einem 6-€-Bon prozentual sehr viel schwerer als bei 60 €.
Das Förderangebot setzt auf denselben Geräten auf, und nur hier nennt Vert konkrete Sätze. Auf dem Clover Flex, den Vert im eigenen Produktvergleich als Bestseller kennzeichnet, gelten ab dem 13. Monat 19,99 € Miete im Monat, 0,35 % auf girocard, 0,59 % auf Debit- und 0,99 % auf Kreditkarten. Auf dem Clover Pocket sind es 5,99 € Miete und durchgängig 0,99 %. Beide Varianten laufen insgesamt 60 Monate. Der Reiz liegt im ersten Vertragsjahr: Zwölf Monate lang übernimmt Vert die Kosten, allerdings nur bis zu einem Umsatz von 50.000 € aus digitalen Zahlungen. Danach folgen 48 Monate zu den genannten Konditionen. Wer die Fördertarife bewertet, muss deshalb die volle Laufzeit rechnen.
| Standard-Konditionen | Deutschland zahlt digital | |
|---|---|---|
| Miete pro Monat | ab 9,90 € | 19,99 € |
| girocard | individuell vereinbart | 0,35 % |
| Debitkarten | individuell vereinbart | 0,59 % |
| Kreditkarten | individuell vereinbart | 0,99 % |
| Vertragslaufzeit | laut Vertrag, sonst 2 Jahre | 60 Monate |
| Erstes Vertragsjahr | regulär abgerechnet | ohne Kosten bis 50.000 € Umsatz |
| Entgelt je Zahlung | keines | keines |
| Teilnahme | keine Vorgabe | nur ohne Kartenzahlung in den letzten 12 Monaten |
Die Gegenüberstellung zeigt, wo die Lücke liegt: Für das Förderangebot lässt sich jede Position nachrechnen, für die Standard-Konditionen nur die Miete. Ob der Standardvertrag unter dem Strich günstiger ist, entscheidet deshalb das Disagio, das Vert Ihnen dafür anbietet. Für viele Betriebe stellt sich die Frage gar nicht: Das Förderangebot gilt nur für Unternehmen, die seit mindestens zwölf Monaten bestehen und in den vergangenen zwölf Monaten keine Kartenzahlung angenommen haben. Wer schon Karten akzeptiert und zu Vert wechselt, bekommt Standard-Konditionen.
Ein Punkt verdient vor der Unterschrift Aufmerksamkeit, weil er sich später nicht mehr korrigieren lässt: die Vertragslaufzeit. Fünf Jahre sind im deutschen Terminalmarkt das obere Ende, und im Förderangebot von Vert gelten sie für beide Geräte.
Rechnen Sie den Preisvorteil deshalb über die volle Laufzeit. Ein Tarif, der heute 20 € im Monat spart, schreibt ein Preisniveau fest, das in fünf Jahren womöglich nicht mehr marktgerecht ist. Ein zweiter Punkt steht im Kleingedruckten: Vert verlangt den Nachweis der PCI-DSS-Zertifizierung und erhebt eine Zusatzgebühr, wenn dieser Nachweis ausbleibt. Laut Vert-FAQ fällt die Gebühr monatlich an, die Zertifizierung gilt ein Jahr. Ihre Höhe nennt Vert nicht; fragen Sie sie vor der Unterschrift schriftlich ab.
Was das Förderangebot konkret kostet
Erstes Beispiel: eine Bäckerei mit 8.000 € Kartenumsatz im Monat und einem Kartenmix aus 70 % girocard (5.600 €), 20 % Debitkarten (1.600 €) und 10 % Kreditkarten (800 €). Angenommen, die Bäckerei nahm bisher nur Bargeld und kann das Förderangebot nutzen. Mit dem Clover Flex ergibt das ab dem 13. Monat 19,60 € auf girocard, 9,44 € auf Debit und 7,92 € auf Kredit, zusammen 36,96 € Disagio. Plus 19,99 € Miete stehen 56,95 € im Monat auf der Rechnung. Derselbe Umsatz auf dem Clover Pocket: 8.000 € mal 0,99 % ergibt 79,20 €, plus 5,99 € Miete sind 85,19 €. Der Clover Pocket kostet in diesem Beispiel also 28,24 € im Monat mehr als der Clover Flex, obwohl seine Miete 14,00 € niedriger ausfällt.
Zweites Beispiel, das Gastronomie-Szenario aus unserem Rechner: ein Standort, 40.000 € Kartenumsatz im Monat, ausgewogener Kartenmix. Der Clover Flex im Förderangebot landet dort ab dem 13. Monat bei 251,19 € im Monat und damit auf Rang 1 der verglichenen Tarife. Rechnerisch entspricht das 0,628 % des Kartenumsatzes oder 3.014,28 € im Jahr. Diesen Rang hält Vert allerdings nur für Betriebe, die das Förderangebot bekommen. Wer schon Karten annimmt, findet den günstigsten Tarif ohne diese Bedingung bei SumUp: Zahlungen Plus mit dem Solo Lite kommt im selben Szenario auf 349,83 € im Monat. Wie sich die Werte gegen die übrigen Anbieter verhalten, zeigt der Kartenterminal-Vergleich.
Drittes Beispiel, dieselben zwei Betriebe über die volle Laufzeit von 60 Monaten. Ab dem 13. Monat zahlt der Gastronomiebetrieb 48 mal 251,19 €, also 12.057,12 €. Kostenfrei ist das erste Jahr nur bis zu einem Umsatz von 50.000 €, und diese Grenze erreicht der Betrieb schon im zweiten Monat. Für die Zeit danach schreibt Vert nur, einzelne Kosten könnten dann nicht voll übernommen werden. Über fünf Jahre kostet der Vertrag damit mehr als 12.057,12 € und höchstens 60 mal 251,19 €, also 15.071,40 €. Die Bäckerei zahlt ab dem 13. Monat 48 mal 56,95 €, also 2.733,60 €, und erreicht die Grenze nach gut sechs Monaten. Ob ein Standardvertrag günstiger wäre, lässt sich nicht nachrechnen, solange Vert dessen Disagien nicht nennt. Fest steht nur die Miete: Ab dem 13. Monat liegt sie im Standardvertrag um bis zu 10,09 € im Monat niedriger, über 48 Monate um bis zu 484,32 €; dafür entfällt das kostenfreie erste Jahr. Verlangen Sie deshalb beide Angebote schriftlich und rechnen Sie sie mit Ihrem eigenen Kartenmix gegeneinander.
Geräte und Einmalkosten
Vert vermietet ausschließlich; einen Kaufpreis nennt der Anbieter für kein Gerät. Das kalkulierbare Angebot besteht aus zwei Android-Geräten der Clover-Reihe. Der Clover Flex ist das größere und bringt Drucker, 5-MP-Kamera, NFC, Chip- und Magnetstreifenleser sowie WLAN, 4G und Bluetooth mit. Der Clover Pocket teilt die Anschlusstechnik, verzichtet aber auf Drucker und Kamera; die Tarifdatenbank beschreibt ihn als Einsteigergerät mit vergleichsweise geringer Mietgebühr. Wer Belege am Terminal ausgeben will, kommt am Flex nicht vorbei, denn digitale Kundenbelege bietet Vert nicht an.
Clover - Pocket
SmartPOS
ohne Gerätekauf

Clover - Flex
SmartPOS
ohne Gerätekauf
Das Sortiment wächst gerade. Im Produktvergleich stehen außerdem der Clover Mini für 24,99 € Miete im Monat und der Clover Compact, den Vert bis 31.12.2026 zum Aktionspreis von 1 € im Monat vermietet; für Januar 2027 ist die Clover Station Duo angekündigt. Auch für diese drei Geräte veröffentlicht Vert keine Disagio-Sätze, und ins Förderangebot sind sie nicht aufgenommen. Deshalb tauchen sie in den Rechnungen dieses Beitrags nicht auf. Für die Produktbreite bleibt es damit vorerst bei zwei kalkulierbaren Optionen, und genau daran hängt die schwache Note im Bereich Angebot. Wer Kassenplatz und mobile Bedienung mit unterschiedlicher Hardware abbilden will, muss die Konditionen für die stationären Geräte einzeln erfragen.
Stärken und Schwächen aus KMU-Sicht
Die Stärke von Vert liegt in niedrigen Sätzen im Förderangebot und einer Abrechnung ohne Nebenposten. Pflicht-Extras sind in keinem Tarif unseres Rechners hinterlegt, die Verwaltung läuft digital. Auf der Kartenseite ist das Präsenzgeschäft vollständig abgedeckt: Visa, Mastercard, girocard und American Express sind freigeschaltet, dazu Apple Pay und Google Pay, eine Trinkgeldfunktion und eine Kassenschnittstelle. Für Gastronomie und Einzelhandel mit klassischem Thekengeschäft fehlt an der Kasse nichts. Schnelle Auszahlung und deutsche Betreuung führt der Steckbrief zusätzlich als Pluspunkte.
Die Schwächen sind ebenso klar umrissen. Fernzahlungen fehlen komplett: weder Pay by Link noch die telefonische Annahme über MOTO sind freigeschaltet, und auch DCC, Tax Free und digitale Kundenbelege stehen nicht zur Verfügung. Ein Betrieb mit Rechnungs- oder Telefongeschäft braucht dafür einen zweiten Anbieter. Der Support ist nicht rund um die Uhr erreichbar, was Betriebe mit Spätöffnung betrifft. Und die Produktbreite bleibt schmal, solange die neuen Geräte ohne veröffentlichte Konditionen dastehen. Das erklärt die Distanz zwischen der starken Kostennote und den schwächeren Werten bei Angebot und Leistung. Für Betriebe, die schon Karten annehmen, kommt hinzu: Sie sehen vor dem Angebot keinen einzigen Disagio-Satz. Wie sich Vert gegenüber den übrigen Anbietern einordnet, steht im Anbieter-Überblick.
Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten
Für die Standard-Konditionen veröffentlicht Vert keine Disagien; sie werden bei Vertragsschluss individuell vereinbart. Den Ausgangspunkt für ein Gespräch müssen Sie also selbst setzen, und die veröffentlichten Sätze des Förderangebots sind dafür ein brauchbarer Anker. Die Stellschrauben sind bei Vert überschaubar: die Laufzeit und das girocard-Disagio. Gerade die Laufzeit ist der wertvollste Verhandlungspunkt, weil sie das Preisniveau über Jahre festschreibt. Ab etwa 1 Mio € Kartenumsatz im Jahr, also rund 83.000 € im Monat, verschiebt sich das Kräfteverhältnis spürbar. In dieser Größenordnung ist ein pauschaler Satz für alle Kartenarten selten die günstigste Lösung, und eine strukturierte Konditionsanalyse zeigt, welche Kosten Ihr konkreter Kartenmix an Interchange und Systementgelten tatsächlich verursacht. Wir prüfen den Bestandsvertrag, rechnen die Alternativen gegen und führen die Verhandlung. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.
Häufige Fragen zu Vert
Wer steckt hinter Vert, ist das die Deutsche Bank?
Was kostet ein Vert-Kartenterminal im Monat?
Was bedeutet „Deutschland zahlt digital“ bei Vert, und was zahle ich ab dem 13. Monat?
Lohnt sich im Förderangebot der Clover Flex gegenüber dem Clover Pocket?
Kann ich mit Vert auch telefonisch oder per Zahlungslink kassieren?
Verwandte Begriffe
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- girocardDie girocard ist das nationale Debitkartensystem der deutschen Kreditwirtschaft. Für Händler ist sie die günstigste verbreitete Kartenart: meist rund 0,30 % Händlerentgelt je Zahlung.
- Vertragslaufzeit / KündigungsfristLaufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung entscheiden, ab wann bessere Konditionen überhaupt greifen können: oft der unterschätzteste Posten im Acquiring-Vertrag.
- KartenmixDer Kartenmix ist die Verteilung der Umsätze über Kartenarten (Debit, Kredit, Firmen-, Auslandskarten). Er bestimmt die effektiven Gebühren stärker als jeder Verhandlungstrick.