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VR Payment Login: Händlerportal, Umsätze und Gebührenauswertung
Abrechnungen von VR Payment liegen im Service-Portal. Wie Sie den Zugang beantragen, welcher der fünf Logins der richtige ist und was die neue girocard-Gebühr kostet.
Ihre Monatsabrechnungen und Berichte von VR Payment liegen im Service-Portal unter service-portal.vr-payment.digital. Einen Zugang legen Sie dort nicht selbst an: Sie füllen den Nutzerantrag für Händler aus und senden ihn an den Händler-Service, der den Benutzer einrichtet. Das übersehen Betriebe regelmäßig, wenn die Anmeldung beim ersten Versuch scheitert. VR Payment führt auf der eigenen Login-Seite fünf getrennte Zugänge, und nur dieser eine führt zu Abrechnungen und Reports aus dem Terminalgeschäft.
Fünf Logins, und nur einer führt zu Ihren Abrechnungen
Wer bei einer Suchmaschine „VR Payment Login“ eingibt, landet mit einiger Wahrscheinlichkeit vor der falschen Tür. Die Ursache liegt in der Produktlandschaft: VR Payment ist der Acquiring-Arm der genossenschaftlichen Finanzgruppe und bietet mehrere Produktlinien an, von der Kartenakzeptanz am Terminal über den E-Commerce bis zur Bankenbetreuung. Jede dieser Linien bringt ihren eigenen Zugang mit. Die Login-Übersicht des Anbieters führt am 19. Oktober 2026 fünf Einträge:
- Service-Portal, service-portal.vr-payment.digital: der Download-Bereich für Ihre Reports und Dokumente. Für Händler ist das die Rolle „Händler-Abrechnungen“.
- VR pay Backoffice, vr-pay-ecommerce.de: laut Benutzerhandbuch die Übersicht aller Transaktionen und ihres Status, zugeordnet dem VR pay Internet Gateway.
- VR pay QuickCommerce, login.vr-pay-secure.de: der Zugang für die QuickCommerce-Lösung.
- WebPortal POS und TAKT, vr-payment-webportalpos.de: ein weiterer Zugang, den die Login-Seite ohne Beschreibung führt.
- VR-BankenPortal, vr-bankenportal.de: das Infoportal für die Volksbanken Raiffeisenbanken, also für Ihre Bank und nicht für Ihren Betrieb.
Diese Trennung erklärt eine Verwechslung, die uns in Mandaten regelmäßig begegnet. Im Benutzerhandbuch von VR Payment steht ein kurzer Artikel zur Frage, wo die monatliche Abrechnung zu finden ist, und er nennt den Pfad Space, Zahlung, Abrechnung. Dieser Artikel steht in der Kategorie Omnikanal-Zahlungslösung und gilt damit für dieses Produkt. Ein Betrieb, der ausschließlich am Terminal kassiert, sucht den Menüpunkt vergebens. Prüfen Sie deshalb zuerst, welches Produkt in Ihrem Vertrag steht, und wählen Sie danach den Zugang.
So bekommen Sie Zugang zum Service-Portal
Die Registrierung läuft über den Benutzerverwalter von VR Payment. Sie laden den Antrag zur Nutzung des Service-Portals in der Händler-Fassung herunter, kreuzen Neuanlage, Änderung oder Löschung an und tragen Name, E-Mail-Adresse, einen bereits vorhandenen Benutzernamen, die Zentrale sowie Ihre VP-Nummern ein. Bei der Benutzerrolle ist für Betriebe genau eine Option vorgesehen, nämlich „Händler-Abrechnungen“. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag geht per E-Mail an haendlerservice@vr-payment.de.
Nach Eingang des Antrags legt VR Payment den Benutzer an und schickt Ihnen eine Mail mit einem Link, über den Sie bei der ersten Anmeldung Ihr Passwort erstellen. Dieser Link ist 72 Stunden gültig. Verfällt er, lässt sich derselbe Weg über die Funktion „Passwort vergessen?“ auf der Startseite erneut anstoßen; der Rücksetz-Link läuft ebenfalls nach 72 Stunden ab. Nach der Passwortvergabe fragt das Portal weitere Angaben ab und zeigt eine Übersicht der Rollen, die Ihnen zugewiesen wurden. Ein späterer Passwortwechsel läuft über das Profil und dort über den Menüpunkt „Sicherheitsdaten“.
Ein Hinweis, der zu uns gehört: KartenKosten.de ist nicht Ihr Zahlungsdienstleister und betreibt kein Händlerportal. Wir analysieren und verhandeln Konditionen, wir verwalten keine Zugänge. Geben Sie Ihre Zugangsdaten ausschließlich auf den offiziellen Adressen ein. VR Payment nennt in den eigenen Sicherheitshinweisen vr-payment.de und vr-payment.info als Absenderdomains und warnt ausdrücklich davor, Zugangsdaten auf Zuruf per E-Mail herauszugeben. Hilft das alles nicht weiter, erreichen Sie den Händler-Service zu Abrechnung und Verbuchung unter 0721 1209-66003 von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr.
Mehrere Standorte unter einem Zugang
Für Betriebe mit zwei oder drei Standorten ist ein Feld im Antrag entscheidend. Die Zentrale ist auf Ihrem Händlerstatement als VP-Nr. aufgeführt und dient laut Antragsformular dazu, die Dokumente mehrerer VP-Nummern unter einem Zugang einzusehen. Wer sie weglässt, bekommt Zugriff auf eine Betriebsstätte und muss sich für die zweite erneut anmelden. Bei nur einem Standort ist das Feld für die VP-Nummern gegenstandslos. Diese fünf Minuten beim Ausfüllen entscheiden darüber, ob Sie Ihre Kartenkosten später je Haus vergleichen können oder ob Sie dafür Zahlen aus getrennten Zugängen zusammentragen.
Service-Portal und VR pay Backoffice nebeneinander
Damit die Zuordnung eindeutig wird, stellen wir die belegbaren Unterschiede dieser beiden Zugänge direkt gegenüber. Die Angaben stammen aus der Anleitung zum Service-Portal, aus dem Nutzerantrag, aus dem Benutzerhandbuch und von der Hotline-Seite des Anbieters, alle abgerufen am 19. Oktober 2026.
| Service-Portal | VR pay Backoffice | |
|---|---|---|
| Gedacht für | Reports und Dokumente zum Download, Rolle „Händler-Abrechnungen“ | Übersicht aller Transaktionen und ihres Status |
| Produktwelt | Terminalgeschäft und Abrechnung | VR pay Internet Gateway, E-Commerce |
| Adresse | service-portal.vr-payment.digital | vr-pay-ecommerce.de |
| Benutzername | wird vom Benutzerverwalter angelegt | die personenbezogene E-Mail-Adresse aus dem Vertrag |
| Erster Zugang | Antrag an den Händler-Service, danach Link für 72 Stunden | Einmal-Passwort per E-Mail, eigenes Passwort mit 8 bis 24 Zeichen |
| Ausgabe der Daten | Download in CSV, PDF oder XML, Mehrfachauswahl als ZIP | Transaktionssuche über das Menü „Transaktionen“ |
| Automatische Abmeldung | nach 15 Minuten ohne Aktivität | – |
| Hotline | 0721 1209-66003, Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr | 0721 1209-66005, Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr |
Eine Zeile daraus merken Sie im Alltag sofort. Die automatische Abmeldung nach einer Viertelstunde trifft jeden, der nebenbei telefoniert und danach weiterarbeiten will; laden Sie die Berichte deshalb herunter, bevor Sie sich mit ihnen beschäftigen. Dazu kommt eine Regel, die in der Tabelle nicht steht: Accounts, die 360 Tage nicht genutzt wurden, löscht das Portal automatisch, sie müssen dann neu beantragt werden. Wer seine Abrechnungen nur einmal im Jahr mit dem Steuerberater ansieht, bewegt sich damit dicht an der Grenze. Ein kurzer Login im Quartal verhindert, dass Sie den Antrag ein zweites Mal ausfüllen.
Was im Portal steht und wie Sie es auswerten
Nach der Anmeldung sehen Sie Ihre Berichte. Links im Menü liegen je nach zugewiesenen Rollen unterschiedliche Ordner, zwischen denen Sie wechseln. Die Liste lässt sich über die Spaltenköpfe auf- und absteigend sortieren, und über das Filtersymbol klappt eine Filterfunktion nach Datum, Typ und Beschreibung auf, die sich mit „Filter zurücksetzen“ wieder leert. Wie viele Berichte eine Seite zeigt, stellen Sie unten rechts ein. Ein Klick auf einen Bericht öffnet ein Vorschaufenster.
Für die Auswertung zählt der Download. Jeder Bericht steht in drei Formaten bereit, CSV, PDF und XML, jeweils über ein eigenes Symbol in der Download-Spalte. Mehrere Berichte markieren Sie durch Anklicken und holen sie über „Auswahl herunterladen“ gesammelt als ZIP-Datei. Das ist der Weg, den wir Mandanten empfehlen: zwölf Monats-CSV in einem Zug, dann die Auswertung in der Tabellenkalkulation. Das PDF ist der Buchungsbeleg, die CSV ist die Datengrundlage. Nur mit der CSV können Sie Entgelte je Kartenart, je Standort und je Monat gegeneinanderstellen, und erst diese Aufteilung zeigt, welcher Teil Ihrer Kosten am Satz hängt und welcher an Pauschalen.
Für die Einzeltransaktion ist ein anderes Werkzeug zuständig, der Händlerreport Plus. VR Payment verschickt ihn täglich oder einmal im Monat per E-Mail als CSV- oder PDF-Datei und listet darin alle am Terminal und im E-Commerce abgewickelten Transaktionen über alle Zahlungsarten. Pro Zahlung stehen unter anderem Händlername, Terminal-ID, Trace-Nummer, Transaktions- und Kartenart, Belegnummer, Betrag, Cashback-Anteil, Datum, Uhrzeit und Trinkgeldanteil darin; in der Übersicht zusätzlich die Anzahl der Terminals, der Zahlungs- und Verwaltungstransaktionen, der Kassenschnitte sowie Umsatzsumme und durchschnittlicher Umsatz. Für die Zuordnung einer Reklamation oder eines fehlenden Betrags ist das die präzisere Quelle, weil die Belegnummer die Brücke zwischen Kassenbon und Abrechnung schlägt.
Die neue Position auf Ihrer Abrechnung seit April 2026
Wer seine Abrechnungen im Portal durchsieht, stößt seit diesem Jahr auf eine Zeile, die vorher nicht da war. EURO Kartensysteme hat im Auftrag der Deutschen Kreditwirtschaft die Rolle eines aktiven Scheme Managers für die girocard übernommen und finanziert diese Aufgabe über eine Scheme-Fee. Im girocard-System gilt dieses Entgelt laut dem Schreiben der EURO Kartensysteme an die zugelassenen Netzbetreiber seit dem 1. Januar 2026. VR Payment hat es im April 2026 eingeführt, gibt es nach eigener Darstellung ohne Aufschlag eins zu eins weiter und weist es erstmals auf der Abrechnung für Mai 2026 aus, und zwar für die girocard-Umsätze ab dem Einführungsmonat.
Die Berechnung ist in den Fragen und Antworten des Anbieters offengelegt. Basis ist der Bruttoumsatz Ihrer girocard-Zahlungen inklusive Mehrwertsteuer in der jeweiligen Abrechnungsperiode, multipliziert mit 0,00209 %. Gerechnet wird monatlich je Abrechnungseinheit, also je Terminal oder Händlervertrag, und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Einen Mindestbetrag gibt es nicht: Das Beispiel des Anbieters rechnet 239 € Umsatz auf 0,0049951 € und damit nach der Rundung auf null. Betroffen sind alle erfolgreichen girocard-Transaktionen am Terminal, die zu einer finanziellen Buchung führen, nicht aber abgelehnte oder rein technische Vorgänge und keine Kreditkarten. Die Position erscheint als eigene Zeile zusätzlich zu den bestehenden girocard-Entgelten, wird netto berechnet und auf der Abrechnung zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer ausgewiesen. Eine Detailanzeige auf Einzeltransaktionsebene gibt es nicht, im Portal steht sie in derselben Form wie auf der Abrechnung. In Bundle-Modellen kann die Gestaltung abweichen, dort hängt es am Vertrag, ob die Gebühr separat ausgewiesen oder im Paketpreis enthalten ist. Planbar ist der Satz immerhin: Er gilt laut dem Schreiben der EURO Kartensysteme mindestens bis zum 31. Dezember 2027, eine Überprüfung ist für 2027 und danach in einem dreijährigen Turnus vorgesehen.
Was das Portal nicht beantwortet
Das Service-Portal zeigt, was abgerechnet wurde. Es zeigt nicht, ob der abgerechnete Satz marktgerecht ist. Dafür brauchen Sie drei Dinge nebeneinander: die Abrechnungen, die Konditionsvereinbarung aus dem Vertrag und einen Vergleichswert von außen. Dabei lohnt es sich, die Größenordnungen zu sortieren, bevor Sie sich über eine neue Zeile ärgern.
Rechnen wir das an einem Betrieb unserer Zielgruppe durch: ein Fachhandel mit zwei Standorten, 1,5 Mio € Kartenumsatz im Jahr, durchschnittlicher Bon 42 €, also rund 35.700 Transaktionen. Der Kartenmix liegt bei 70 % girocard, 18 % Debitkarten aus dem EWR, 9 % Kreditkarten aus dem EWR und 3 % Firmen- und Auslandskarten. Auf die girocard entfallen damit 1,05 Mio € Bruttoumsatz im Jahr oder 87.500 € im Monat.
Die Scheme Manager Fee kostet diesen Betrieb 1,83 € im Monat und damit rund 22 € im Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer. Das ist die Zeile, die auffällt, weil sie neu ist. Zehn Basispunkte im Disagio, also 0,10 Prozentpunkte auf den gesamten Kartenumsatz, kosten denselben Betrieb 1.500 € im Jahr und wiegen damit rund 68-mal so schwer wie die neue Gebührenposition. Nach unserer Erfahrung sind in dieser Größenordnung 0,10 bis 0,25 Prozentpunkte verhandelbar, wenn die Abrechnungen belastbar aufbereitet sind. Das wären 1.500 bis 3.750 € im Jahr, ohne Anbieterwechsel und ohne neues Terminal.
Bevor Sie in ein Gespräch gehen, lohnt der Blick in die Nachbarthemen. Welche Posten auf Ihrer Abrechnung stehen und wie sie zusammenhängen, haben wir in unserem Leitfaden zur Kartenabrechnung aufgeschlüsselt. Passt eine abgerechnete Position nicht zum Vertrag, ist das ein eigener Weg, den wir an einem durchgerechneten Fall beschrieben haben. Und wenn Sie wissen wollen, wie VR Payment seine Konditionen für Neuverträge aufbaut, insbesondere das Paketmodell mit festem Inklusivvolumen, finden Sie das in unserer Konditionsübersicht zu VR Payment. Für Bestandskunden oberhalb der obersten Paketstufe ist genau dieser Punkt der Hebel, denn dort bestimmt die Übernutzung die Rechnung.
Häufige Fragen von VR-Payment-Bestandskunden
Wo finde ich meine Abrechnung von VR Payment?
Wie bekomme ich einen Zugang zum VR Payment Service-Portal?
Warum sehe ich im VR pay Backoffice meine Terminalumsätze nicht?
Wie komme ich an eine Liste aller Einzeltransaktionen?
Was ist die girocard Scheme Manager Fee auf meiner Abrechnung?
Kann ich mehrere Standorte über einen Zugang sehen?
Wer seinen Zugang gefunden und zwölf Monats-CSV heruntergeladen hat, hat die Datengrundlage. Der nächste Schritt ist die Frage, ob die Sätze darin standhalten. Dafür reichen drei Monatsabrechnungen und der Vertrag.
Verwandte Begriffe
- girocardDie girocard ist das nationale Debitkartensystem der deutschen Kreditwirtschaft. Für Händler ist sie die günstigste verbreitete Kartenart: meist rund 0,30 % Händlerentgelt je Zahlung.
- Scheme-FeeScheme-Fees sind die Entgelte der Kartennetzwerke Visa und Mastercard für die Nutzung ihrer Infrastruktur: meist mehrere kleine Posten, in Summe oft 0,1–0,3 % zuzüglich Fixbeträgen.
- Terminal-ID (TID)Die Terminal-ID (TID) ist die eindeutige Kennnummer eines Kartenterminals. Der Netzbetreiber vergibt sie je Gerät; alle gerätegebundenen Gebühren werden je TID abgerechnet.
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- KartenmixDer Kartenmix ist die Verteilung der Umsätze über Kartenarten (Debit, Kredit, Firmen-, Auslandskarten). Er bestimmt die effektiven Gebühren stärker als jeder Verhandlungstrick.