Anbieter
SumUp Gebühren 2026: was das Terminal wirklich kostet
SumUp kostet 1,39 % im Basistarif und 0,79 % mit SumUp One. Mit Break-even-Rechnung, drei Rechenbeispielen und der Grenze, ab der andere Anbieter günstiger sind.

SumUp rechnet so einfach ab wie kaum ein zweiter Anbieter im deutschen Markt: 1,39 % auf jede Kartenzahlung im Basistarif, ohne Grundgebühr und ohne Vertragslaufzeit. Im Abo-Tarif SumUp One sinkt der Satz für 19 € im Monat auf 0,79 % für inländische Karten. Diese Einfachheit hat allerdings einen Preis, und der wächst mit dem Umsatz. Dieser Beitrag rechnet nach, was SumUp einen Betrieb im Monat wirklich kostet und ab welcher Größe andere Anbieter günstiger sind.
Wo SumUp im Markt steht
SumUp wurde 2012 in London gegründet und ist heute in über 30 Ländern aktiv. In Deutschland hat sich der Anbieter als Standardlösung für kleine Betriebe etabliert: Cafés, Marktstände, Friseure, mobile Dienstleister. Das Rezept ist immer gleich. Ein Gerät zum Einmalpreis, eine App, ein einziger Prozentsatz je Zahlung. Wer heute bestellt, akzeptiert in der Regel wenige Tage später Kartenzahlungen.
Die Gegenposition besetzen klassische Acquirer wie Payone, Nexi oder TeleCash. Dort gibt es Vertragslaufzeiten, Grundgebühren und nach Kartenart getrennte Sätze, dafür sinken die Kosten je Zahlung deutlich, sobald Volumen dahintersteht. SumUp verkauft Ihnen Einfachheit, und bezahlt wird sie über den Prozentsatz.
Für zwei Betriebstypen ist das Modell wie gemacht. Saisonbetriebe zahlen im Basistarif in umsatzschwachen Monaten schlicht nichts, weil es keine Grundgebühr gibt. Und mobile Dienstleister bekommen mit Tap to Pay ein Terminal, das kein Gerät braucht und nichts kostet, solange keine Zahlung läuft. Beides kann kein klassischer Acquirer-Vertrag mit fester Monatsgebühr abbilden.
Alle Zahlen in diesem Beitrag stammen aus unserer Tarifdatenbank und wurden am 23. August 2026 gegen die SumUp-Preisseite geprüft. KartenKosten erhält keine Provision, von keinem Anbieter.
Die Tarife: Umsatzbasiert, SumUp One, individuell
SumUp führt zwei Standardtarife und eine Verhandlungsstufe. Im Tarif Umsatzbasiert zahlen Sie 1,39 % auf jede Kartenzahlung vor Ort, unabhängig davon, ob girocard, Visa, Mastercard oder American Express über das Terminal läuft. Es gibt keine Grundgebühr und keinen Mindestumsatz.
Der Abo-Tarif SumUp One kostet 19 € im Monat oder 199 € im Jahr und senkt das Disagio für inländische EC- und Kreditkarten auf 0,79 %. Premium- und internationale Karten sowie American Express bleiben bei 1,39 %. Auf der Preisseite heißt dieser Tarif inzwischen „Zahlungen Plus“; in der App und in den meisten Vergleichen läuft er weiterhin als SumUp One, die Konditionen sind identisch. Ab etwa 10.000 € Kartenumsatz im Monat vergibt SumUp auf Anfrage zudem individuelle Konditionen.
| Umsatzbasiert | SumUp One (Zahlungen Plus) | |
|---|---|---|
| Grundgebühr | 0 € | 19 €/Monat oder 199 €/Jahr |
| girocard & inländische Karten | 1,39 % | 0,79 % |
| Internationale & Premium-Karten, Amex | 1,39 % | 1,39 % |
| Mindestlaufzeit und Mindestumsatz | keine | keine |
| Gerät (einmaliger Kauf) | 0 € (SoftPOS) bis 169 € | 0 € (SoftPOS) bis 169 € |
| Geeignet | unter ca. 3.200 € Kartenumsatz/Monat | ab ca. 3.200 € Kartenumsatz/Monat |
Die Grenze zwischen beiden Tarifen lässt sich exakt ausrechnen. SumUp One spart 0,60 Prozentpunkte je inländischer Zahlung und kostet dafür 19 € Grundgebühr. 19 € geteilt durch 0,6 % ergibt rund 3.170 € Kartenumsatz im Monat. Wer darüber liegt, fährt mit dem Abo günstiger, wer darunter bleibt, mit dem Basistarif. Ein hoher Anteil internationaler Karten verschiebt die Grenze nach oben, weil diese Zahlungen in beiden Tarifen 1,39 % kosten.
Drei Rechenbeispiele
Beispiel 1, mobile Fußpflege mit 2.000 € Kartenumsatz im Monat: Im Basistarif fallen 27,80 € an, dazu einmalig 34 € für den Solo Lite. SumUp One käme auf 34,80 € im Monat und lohnt sich hier nicht. In dieser Größenklasse gehört SumUp regelmäßig zu den günstigsten Anbietern überhaupt, weil die Grundgebühren der Konkurrenz bei kleinem Umsatz stärker wiegen als ein hoher Prozentsatz.
Beispiel 2, Café mit 8.000 € Kartenumsatz: Der Basistarif kostet 111,20 € im Monat, SumUp One 82,20 € (19 € plus 0,79 % auf 8.000 €). Das Abo spart hier 29 € im Monat, rund 350 € im Jahr. Beide Werte gelten für Inlandskarten; ein Anteil ausländischer Karten erhöht die Rechnung.
Beispiel 3, Gastronomie mit 40.000 € Kartenumsatz und ausgewogenem Kartenmix: Unser Vergleichsrechner weist für SumUp One mit SoftPOS 347,00 € im Monat aus, effektiv 0,87 % vom Umsatz. Damit hält SumUp immer noch Rang 4 von 68 Tarifen. Der günstigste Standardtarif der Liste liegt im selben Szenario allerdings bei 230,19 €; die Differenz von rund 117 € im Monat summiert sich auf etwa 1.400 € im Jahr. Der Abstand zur Spitze ist in dieser Größenordnung groß genug, um Alternativen ernsthaft durchzurechnen.
Das Muster über alle drei Beispiele: SumUp gewinnt, solange die Grundgebühren der Konkurrenz schwerer wiegen als der eigene Prozentsatz, und verliert an Boden, sobald der Prozentsatz auf großem Volumen arbeitet. Bis etwa 3.200 € Monatsumsatz ist der Basistarif kaum zu schlagen, bis in den mittleren fünfstelligen Bereich bleibt SumUp One konkurrenzfähig, darüber lohnt der Blick auf Anbieter, die girocard und Kreditkarten getrennt bepreisen.
Rechnen Sie Ihren eigenen Fall durch: Der Kartenterminal-Vergleich stellt SumUp mit Ihren Zahlen direkt neben die übrigen Anbieter.
Geräte und Einmalkosten
SumUp verkauft seine Terminals, Miete gibt es nicht. Der Solo Lite kostet 34 € und arbeitet mit dem Smartphone zusammen. Der Solo für 79 € funktioniert eigenständig über WLAN oder integrierte SIM. Das SumUp Terminal für 169 € ist ein vollwertiges SmartPOS mit 6-Zoll-Display und Bondrucker. Wer gar kein Gerät anschaffen will, nutzt Tap to Pay: iPhone oder Android-Smartphone werden zum Terminal, ganz ohne Zusatzhardware.

Tap to Pay / SoftPOS
SoftPOS
ohne Gerätekauf

Sumup - Solo Lite
miniPOS
Kauf ab 17 €

Sumup - Solo
miniPOS
Kauf ab 79 €

Sumup - Terminal
SmartPOS
Kauf ab 169 €
Im Rahmen der Aktion „Deutschland zahlt digital“ war der Solo Lite zuletzt für 17 € zu haben (Stand: Januar 2026). Vertragslaufzeiten und Mindestumsätze gibt es in keiner Variante. Das Gerät ist bezahlt, danach fallen nur noch die Sätze je Zahlung an.
Stärken und Schwächen aus KMU-Sicht
Auf der Habenseite stehen der Start innerhalb weniger Tage, die transparente Abrechnung ohne versteckte Posten und die schnelle Auszahlung. American Express ist ohne Zusatzvertrag dabei, ebenso Apple Pay und Google Pay. Die SoftPOS-Lösung gehört zu den ausgereiftesten am Markt und macht das Smartphone zum vollwertigen Terminal.
Die Schwächen wachsen mit dem Betrieb. Der pauschale Satz verschenkt den girocard-Vorteil: Klassische Acquirer rechnen girocard häufig mit 0,2 bis 0,4 % ab, bei SumUp kostet dieselbe Zahlung 0,79 oder 1,39 %. Bei einem typischen Kartenmix mit 55 bis 75 % girocard-Anteil zahlt ein größerer Betrieb dadurch dauerhaft mehr; unsere Disagio-Benchmarks zeigen die marktüblichen Spannen im Detail. Der Support läuft überwiegend über E-Mail und Chat, einen festen Ansprechpartner gibt es erst im Individualbereich. Und wer ein bestehendes Kassensystem anbinden will, stößt schneller an Grenzen als bei kassennahen Anbietern, denn SumUp denkt vom eigenen Ökosystem her.
Ab welcher Größe Sie verhandeln sollten
Listenpreise sind bei SumUp nur die halbe Wahrheit. Ab rund 10.000 € Kartenumsatz im Monat lohnt die Anfrage nach individuellen Konditionen direkt beim Anbieter; das Vertriebsteam vergibt dann Sätze unterhalb der Preisseite.
Die zweite Stufe betrifft Betriebe, die längst Kartenumsatz abrechnen, bei SumUp oder anderswo. Ab etwa 1 Mio € Kartenumsatz im Jahr liegt der größere Hebel nicht mehr in der Tarifwahl, sondern in der Nachverhandlung des bestehenden Vertrags. Eine Konditionsanalyse legt offen, was Ihre Abrechnung im Vergleich zu marktüblichen Sätzen kostet, und die Nachverhandlung holt die Differenz herein. Bei KartenKosten zahlen Sie dafür erst dann ein Honorar, wenn die Einsparung realisiert ist.
Häufige Fragen zu den SumUp Gebühren
Wie hoch sind die Gebühren bei SumUp?
Was kostet SumUp im Monat?
Akzeptiert SumUp girocard?
Ab wann lohnt sich SumUp One?
Hat SumUp eine Vertragslaufzeit?
Verwandte Begriffe
- girocardDie girocard ist das nationale Debitkartensystem der deutschen Kreditwirtschaft. Für Händler ist sie die günstigste verbreitete Kartenart: meist rund 0,30 % Händlerentgelt je Zahlung.
- DisagioDas Disagio ist das prozentuale Entgelt, das ein Händler pro Kartenzahlung an seinen Acquirer abführt, typischerweise zwischen 0,3 % und über 2 % je nach Kartenmix und Modell.
- Blended-PricingBeim Blended-Pricing zahlt der Händler für jede Karte denselben Mischsatz: einfach abzulesen, aber intransparent, weil Interchange, Scheme-Fee und Marge nicht getrennt ausgewiesen werden.
- KonditionsanalyseDie Konditionsanalyse prüft bestehende Kartenabrechnungen Posten für Posten, bewertet das effektive Disagio gegen den Kartenmix und beziffert das konkrete Einsparpotenzial in Euro.